Ausbildungsoffensive

Pflegekräfte händeringend gesucht!

Vorarlberg
12.09.2023 17:25

Das Land Vorarlberg dreht an vielen Schrauben, um dem Personalengpass in der Pflege Herr zu werden. Neben einer Ausbildungsoffensive soll auch verstärkt Personal im Ausland rekrutiert werden, zudem will man die Arbeitsbedingungen verbessern.

Die Prognosen sind hinlänglich bekannt: Ausgehend vom Jahr 2020 besteht bis 2030 in Vorarlberg ein Mehrbedarf von gut 2400 Pflegekräften in den unterschiedlichsten Bereichen. „Das bedeutet, dass pro Jahr 240 bis 250 Personen neu beginnen müssen, damit wir dieses Ziel erreichen“, rechnet Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP) vor. In diesem Jahr habe man das geschafft. Ihren Angaben zufolge starteten heuer 339 Frauen und Männer eine Pflegeausbildung, dazu addieren sich noch jene Kräfte, die im Ausland rekrutiert wurden: Seit Anfang des Jahres hat das neue „Welcome Center Pflege & Soziales“ 727 Erstberatungen mit Interessenten durchgeführt, aktuell werden dort 42 ausländische Fachkräfte in Sachen Berufsanerkennung begleitet.

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In Sachen Ausbildung hat sich viel getan. Im Land führen viele Wege in den Pflegeberuf und wir öffnen alle Türen.

Landesrätin Martina Rüscher (ÖVP). (Bild: Mathis Fotografie)

Landesrätin Martina Rüscher

Wichtig ist in diesem Zusammenhang zu betonen: So erfreulich die Zahlen auf den ersten Blick erscheinen mögen, müssen natürlich auch jene mit eingerechnet werden, die den Pflegeberuf aufgegeben haben. Konkrete Zahlen hierzu blieb das Land schuldig, es ist aber allgemein bekannt, dass die Drop-out-Quote in der Pflege sehr hoch ist, zudem rollt eine Pensionierungswelle auf die Einrichtungen zu.

Landeshauptmann Markus Wallner verweist darauf, dass das Land bereits einiges auf den Weg gebracht habe, um die Herausforderungen stemmen zu können. So seien unter anderem die drei Vorarlberger Gesundheits- und Krankenpflegeschulen zur Pflegeschule Vorarlberg zusammengeführt und neue Ausbildungsangebote - etwa ein berufsbegleitendes Studium an der Fachhochschule Vorarlberg oder die jüngst gestartete Pflegelehre - geschaffen worden. „Bei der Lehre gehen wir unseren eigenen Weg. Wir werden in der Lage sein, eine für Jugendliche interessante Ausbildung zu gestalten“, zeigt sich Wallner überzeugt.

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Die in Vorarlberg gesetzten Maßnahmen sind wirksam, müssen aber konsequent weiterentwickelt werden.

Landeshauptmann Markus Wallner (Bild: mathis.studio)

Landeshauptmann Markus Wallner

Das Beispiel Schweiz zeige, dass die Pflegelehre eine wertvolle Ausbildungsschiene sein könne - „erfahrungsgemäß wird es ein paar Jahre dauern, bis das Ganze ins Laufen kommt.“ Aktuell steckt diese Schiene jedenfalls noch in den Kinderschuhen, gerade einmal zwölf Jugendliche haben im September mit der Pflegelehre begonnen.

Neben der Ausbildungsoffensive sollen auch zusätzliche Anstrengungen unternommen werden, um die Beschäftigten im Beruf zu halten. Rüscher kündigte etwa Maßnahmen bezüglich einer effizienteren Patientenlenkung an, zudem müsse es auch signifikante Verbesserung im Arbeitsalltag der Mitarbeitenden geben: „Dienstpläne müssen halten!“

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