31.08.2023 16:00

Bundesbäuerin:

„Regionalität liegt nicht mehr im Vordergrund“

Weltweit steigt die Zahl der Wetterextreme: Hitze, Dürre, Starkregen und vieles mehr setzen nicht zuletzt auch der Landwirtschaft zu. Viele Landwirte kämpfen aufgrund von steigender Belastung mit psychischen Herausforderungen. Auch die Teuerung setzt die Landwirte unter Druck und das spüren sie auch beim Absatz ihrer Produkte: „Die Regionalität liegt nicht mehr im Vordergrund“, sagt Irene Neumann-Hartberger im Interview mit Jürgen Winterleitner.

Die oftmals idyllische Darstellung des Lebens am Bauernhof entspreche in den seltensten Fällen der Realität. Vielmehr gehören hohe unternehmerische Arbeitsleistungen, Zukunftsängste, Generationenkonflikte und nicht zu vergessen der große Druck, den steigenden Anforderungen der Gesellschaft gerecht zu werden, zum Alltag auf den land- und forstwirtschaftlichen Betrieben. Unwetter und Extremwettersituation lassen die ohnehin hohe Belastung in den Bauernfamilien noch weiter ansteigen.

„Sind gefordert, Versorgung aufrecht zuhalten“
Als Folgen des Klimawandels haben Überflutungen oder Dürren unmittelbare Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit von Millionen Menschen weltweit. Für die Landwirtschaft sind die ständigen Wetterveränderungen tägliche Begleiter. „Es ist ein Gebot der Stunde, sich auch diesen Veränderungen anzupassen.“ Es wäre fatal, jetzt den Kopf in den Sand zu stecken. „Es gibt in vielen Bereichen Veränderungen und diesen Veränderungen muss man sich annehmen“, sagt die Bundesbäuerin und ergänzt: „Wir werden gefordert sein, die Lebensmittelversorgung aufrechtzuerhalten“.

Hinsichtlich Import-Druck warnt Neumann-Hartberger: „Wir laufen immer Gefahr, wenn wir zu viel aus der Produktion nehmen, auch Richtung Klima- und Umweltschutz hin gedacht, dass wir uns natürlich Richtung Import bewegen. Und wo wer zu welchen Standards produziert, ist dann zweitrangig.“

Das ganze Interview sehen Sie im Video oben.

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