Der erste Satz ist bereits verloren, im zweiten hat er eben sein Aufschlagspiel abgegeben. Das ist zu viel für das labile Nervensystem von Marcos Baghdatis, jetzt geht es - buchstäblich - Schlag auf Schlag: Mit beeindruckender Schlagtechnik drischt er mit seinem Racket fast zehnmal auf den blitzblauen Boden, bis Letzteres nur noch mit viel Phantasie als ein ebensolches zu erkennen ist.
Drei weitere Schläger zertrümmert
Damit ist das überschüssige Adrenalin abgebaut und Baghdatis kann sich wieder auf das Spiel konzentrieren - könnte man meinen. Denn tatsächlich ist der zypriotische Vulkan noch lange nicht erloschen. Viel eher wiederholt Baghdatis das oben geschilderte Szenario noch weitere dreimal, bis schließlich vier hochwertige Tennisschläger völlig deformiert und Zuschauer wie Gegner Wawrinka gleichermaßen verdutzt sind.
Übrigens: Zur Leistungssteigerung trägt Baghdatis' unorthodoxe Beruhigungstherapie nicht bei. Er verliert mit 6:7, 4:6, 7:5, 1:6. Einen bleibenden Eindruck hinterlässt er aber allemal. Und dass er von der ATP nachträglich zu einer Geldstrafe von umgerechnet gerade einmal 620 Euro vergattert wird, wird er auch noch verkraften.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.