Ein Jahr danach
Giffords erinnerte an Opfer von Tuscon-Attentat
Kelly sprach im Anschluss an den Auftritt seiner Gattin von "16 Sekunden, die in Tucson nie vorüber sein werden". "Im vergangenen Jahr mussten wir mit neuen Realitäten leben", so der frühere Astronaut. Zugleich aber hätten alle Menschen gesehen, dass Heilung möglich sei, sagte er in Hinblick auf seine Frau, die bei der Schießerei einen Kopfschuss erlitten hatte.
Obama: "Bewunderung für Mut"
Um 10.11 Uhr, als vor einem Jahr der psychisch kranke Jared Loughner das Feuer eröffnete, läuteten im Stadtgebiet von Tuscon zudem 19 mal die Glocken - einmal für jedes der Todesopfer und die 13 Verletzten. US-Präsident Barack Obama hatte Giffords zuvor in einem Telefongespräch "seine Bewunderung für den Mut und die Bestimmtheit" der Abgeordneten ausgesprochen, wie das Weiße Haus erklärte.
Giffords hatte bei dem Attentat am 8. Jänner 2011 auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Tucson nur knapp überlebt, nachdem der Täter ihr aus nächster Nähe eine Kugel durch den Kopf geschossen hatte. Unter den sechs Todesopfern des Anschlags waren ein neunjähriges Mädchen, ein Richter und einer von Giffords' Mitarbeitern.
Prozess gegen Todesschützen bleibt fraglich
Der mutmaßliche Todesschütze Jared Loughner war Ende Mai vorigen Jahres von einem Gericht wegen psychischer Störungen für nicht verhandlungsfähig erklärt worden. Nach monatelanger Behandlung mit Medikamenten gaben seine Ärzte im September zu Protokoll, "er versteht jetzt, dass er Menschen umgebracht hat", wie die "Los Angeles Times" berichtete. Die Staatsanwaltschaft hofft, dass dem inzwischen 23-Jährigen mithilfe der Behandlung doch noch der Prozess gemacht werden kann.







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