Mo, 20. August 2018

Cup-Skandal in NL

22.12.2011 11:05

Alkmaar-Torhüter kickt Platzstürmer und sieht Rot

Im niederländischen Cup-Achtelfinale ist es am Mittwoch zu einem handfesten Skandal gekommen: Beim Spiel Ajax Amsterdam gegen AZ Alkmaar wurde der Gäste-Goalie Esteban Alvarado beim Stand von 1:0 von einem Fan attackiert, wich jedoch geschickt aus und ging selbst zum Angriff über (siehe Bild). Dafür sah der Torhüter in der 36. Minute Rot. Alkmaar-Trainer Gert Jan Verbeek forderte daraufhin seine Spieler zum Abtreten auf, das Match wurde abgebrochen. Der Angreifer wurde festgenommen.

Der 19-jährige Fan war auf das Spielfeld gerannt und auf den Alkmaar-Torwart zugestürmt. Kurz bevor der Rowdy den Goalie erreichte, drehte sich dieser allerdings um, wehrte den Angreifer ab und brachte ihn damit zu Fall. Dann trat Esteban Alvarado noch zwei Mal nach dem Fan. Aus diesem Grund zeigte Schiedsrichter Bas Nijhuis dann auch die Rote Karte. Der 19-jährige Ajax-Fan wurde vom Spielfeld geführt und festgenommen. Abgesehen von einem Strafverfahren droht ihm nun ein lebenslanges Stadionverbot.

Ajax zeigt Verständnis für Torhüter
Für das Verhalten von Esteban gab es nach dem Spielabbruch jedenfalls auch von gegnerischer Seite Verständnis. "Ich habe gesehen, dass Esteban attackiert wurde und sich selbst verteidigen wollte", sagte Ajax-Coach Frank de Boer. "Ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte, aber ich kann ihn mit seinem südamerikanischen Temperament verstehen."

Am Donnerstag entschuldigte sich der Amsterdamer Klub offiziell für den Zwischenfall. "Das ist ein schrecklicher Vorfall, den wir als Verein sehr bedauern. Wir bieten unsere ehrlich gemeinte Entschuldigung an. Wir finden das sehr schlecht, und das wird der Junge zu spüren bekommen", erklärte Ajax-Finanzdirektor Jeroen Slop.

Ausschreitungen nach abgebrochenem Spiel
Mit der Gewalt war nach dem abgebrochenen Spiel allerdings nicht Schluss: Vor der Amsterdamer Arena kam es noch zu schweren Ausschreitungen wütender Fans. Die Polizei rückte mit Wasserwerfern an und nahm acht mutmaßliche Randalierer fest - vier wegen Gewaltanwendung und vier wegen des illegalen Einsatzes von Feuerwerkskörpern.

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