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NEOS wollen Wälderexpress auf Schiene bringen

Vorarlberg
07.07.2023 17:20

Wer die NEOS in gut einem Jahr als Spitzenkandidat in die Landtagswahl führen wird, muss erst noch in den Gremien entschieden werden. Bereits jetzt hat sich das neue Führungsduo, bestehend auch Landessprecherin Claudia Gamon und dem designierten Klubobmann Johannes Gasser, hohe Ziele gesteckt

„Wir haben interne Vorwahlen“, verweist der designierten Klubobmann Johannes Gasser auf das etwas komplexe System der Pinken. Aller Wahrscheinlichkeit nach dürfte aber Landessprecherin Claudia Gamon, die im Herbst ihr erstes Kind erwartet, oder eben Johannes Gasser die Liste der Pinken anführen. Bis zu den Wahlen werden die beiden den Regierungsparteien auf die Finger schauen - und sich auch nicht mit Kritik zurückhalten.

„Das Land muss endlich so fortschrittlich werden, wie es seine Bürger schon sind“, tat Gamon kund. Die regierenden Politiker würden sich auf den Erfolgen der Vergangenheit oder auf fortschrittlichen Initiativen, die aus der Wirtschaft und Zivilgesellschaft kommen, ausruhen. „In Wahrheit verlieren sich die alten Parteien viel zu oft im Klein-Klein des Politikalltags. Jahre und Jahrzehnte wird über Projekte diskutiert und gestritten, ohne je irgendetwas zum Abschluss zu bringen.“

Jahrzehntelang im Dornröschenschlaf

Ein Dorn im Auge sind den Pinken nach wie vor die fehlenden Kinderbetreuungsplätze. „Die Verantwortlichen der Volkspartei haben die gesellschaftlichen Veränderungen jahrzehntelang ignoriert - jetzt wundern sie sich, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen so hoch ist“, ärgert sich Gasser. Immer wieder stünden Familien vor dem Problem, keinen Platz zu bekommen, unter anderem deswegen, weil das Personal fehle.

Neben besseren Bedingungen in Sachen Kinderbetreuung möchten sich die Pinken natürlich auch für andere Anliegen einsetzen. In einem mehrmonatigen Prozess wurden gemeinsam mit Experten und Bürgern einige „Leuchtturmprojekte“ erarbeitet. „Wir wollen den Menschen ein Bild davon geben, wie eine positive und fortschrittliche Zukunft aussehen kann und was alles in Vorarlberg möglich ist, anstatt immer nur zu bremsen“, erklärte Gasser.

Aufgegriffen wurde beispielsweise die Idee, den Bregenzerwald per Bahn mit dem Rheintal zu verbinden. „Der Wälderexpress ist das beste Beispiel für die Verbindung aus technischer Innovation, gesellschaftlichem Mehrwert und Klimaschutz. Die Landesregierung ignoriert Vorschläge wie diesen aber beharrlich“, kritisierte Gasser. Auf noch mehr Busse zu setzen, die dann im Stau stünden, sei nicht gerade visionär.

Grunderwerbssteuer für Erstkäufer abschaffen

Nicht aus den Augen verlieren wollen die NEOS den Erwerb von Wohnungseigentum. Um dies zu erleichtern, fordern sie, Erstkäufer von der Grunderwerbssteuer und der Grundbucheintragungsgebühr freizustellen.

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Vorarlberg-Krone
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