Mo, 19. November 2018

Dichtungen gelöst

09.12.2011 10:37

Vandalen wollten in OÖ Wikingerschiff versenken

Unbekannte haben in der Nacht auf Donnerstag im oberösterreichischen Kleinreifling versucht, ein Wikingerschiff zu versenken, das für Ausflugsfahrten auf der Enns genutzt wird. Sie entfernten sechs Dichtungsschrauben aus dem Heckbereich, das Boot lief voll Wasser (Bild).

Am Vormittag bemerkten die Besitzer, dass der Kahn bereits bis über die Hälfte mit Wasser geflutet war und unterzugehen drohte. "Mein Mann und ich haben um 9.30 Uhr den Schaden entdeckt und sofort die Freiwillige Feuerwehr Kleinreifling alarmiert", berichtete Gudrun Aigner, die Betreiberin des Ausflugsschiffs, gegenüber krone.at.

Die Feuerwehr pumpte das Wasser aus dem Boot, dann konnten die Lecks lokalisiert werden. Der Schiffsmotor werde im Winter aus seiner Verankerung gehoben und Winterfest gemacht, erklärte Aigner. Dort wo der Motor am Schiffsrumpf mit Schrauben befestigt wird, seien im Winter "Blindschrauben" eingedreht, um den Wassereintritt zu verhindern. "Diese sechs Schrauben wurden entfernt", so Aigner.

Laut der Betreiberin geht die Exekutive davon aus, dass der Vandalenakt geplant war und dazu einschlägige Schiffskenntnisse vorliegen müssen. Wie hoch der Schaden ist, war noch unklar, der Saisonstart im April sei aber nicht gefährdet. Von den Tätern fehlte am Freitag jede Spur.

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