So, 23. September 2018

Für drei Euro Beute

07.12.2011 15:36

Österreicher auf Phuket bei Überfall niedergestochen

Ein österreichischer Tourist ist am Dienstagnachmittag (Ortszeit) auf Phuket von einer Kinder- und Jugendbande niedergestochen und schwer verletzt worden. Nach Angaben lokaler Medien war der Mann auf dem Weg in sein Hotel in Patong, als ihn die Gang überfiel. Die Polizei nahm zwei Verdächtige im Alter von 13 und 14 Jahren fest.

Medienberichten zufolge kam der 52-jährige Mann mit einem Motorrad vom Paradise Beach zu seinem Hotel zurück. Die Bande schloss links und rechts auf Motorrädern zu dem Österreicher auf. Das mit 13 Jahren jüngste Bandenmitglied trat gegen das Bike des Opfers und brachte den Mann so zu Sturz. Dieser stand wieder auf und wollte sich zur Wehr setzen, wurde aber niedergestochen. Dabei wurde ihm die Lunge punktiert. Die Bande raubte dem Österreicher rund 200 Baht - 4,86 Euro - und flüchtete.

Festnahme vier Stunden nach dem Überfall
Der Mann wurde in das Spital von Patong zur Notfallbehandlung gebracht, dann aber ins besser ausgestattete Bangkok-Spital in Phuket Stadt verlegt, berichteten die Onlinezeitung "Phuket News". Außenamtssprecher Launsky-Tieffenthal zufolge soll es ihm den Umständen entsprechend gut gehen.

Ein Honorarkonsul aus Phuket stattete dem Österreicher einen Besuch ab. Der Verletzte gab an, er habe Stich- und Schürfverletzungen erlitten und müsse noch im Krankenhaus bleiben – zusätzliche Hilfe benötige er aber nicht. Sein Sohn sei bei ihm und würde ihn betreuen. Er habe die Angehörigen zu Hause deshalb nicht über den Vorfall informiert, weil er ihnen keine Sorgen bereiten wolle, schilderte der Mann. Er fühle sich gut versorgt und bedanke sich für die angebotene Hilfe, sagte er zum Honorarkonsul.

Verdächtige nach wenigen Stunden ausgeforscht
Lange musste die Polizei nicht nach Verdächtigen suchen: Nicht einmal vier Stunden nach dem Überfall nahm sie den 13- und den 14-Jährigen fest, die sich in der Nähe der Polizeistation in Patong aufhielten. In den Befragungen nannten sie einen weiteren Verdächtigen im Alter von 15 Jahren, der wenig später ebenfalls in Polizeigewahrsam genommen wurde. Nur der Messerstecher selbst befand sich laut "Phuket News" noch auf freiem Fuß.

Bande gestand mehrere Raubüberfälle
Der jüngste der Bande gestand zwei weitere Überfälle am 30. November sowie am 3. Dezember. In ersten Fall erleichterten er und ein Komplize einen Touristen unter Vorhalt eines Messers ebenfalls um 200 Baht, im zweiten Fall erbeuteten sie bei einem Paar am Paradise Beach eine Digitalkamera, ein Smartphone und 7.000 Baht - umgerechnet 170 Euro.

Launsky-Tieffenthal sagte, dass über den Botschafter in Bangkok und das Honorarkonsulat auf Phuket die thailändischen Behörden bereits auf die zunehmende Kriminalitätsproblematik auf der Insel aufmerksam gemacht wurden. Man habe sich auch veranlasst gesehen, Reisende auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung aufmerksam zu machen.

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