Der Ehemann soll seine Frau bedroht und zum Sex gezwungen haben, sie soll die Kinder geschlagen haben. Und sie soll laut Angeklagtem Nymphomanin sein. Die Anklageschrift wurde um zwei Punkte erweitert, der Prozess vertagt.
Der österreichische Staatsbürger (56) drückt sich gewählt aus – auf Englisch. „Ich bin unschuldig, ich habe nichts strafrechtlich Relevantes gemacht und schon gar keine Gewalttaten gesetzt“, sagt der geborene Nigerianer, der sich am Landesgericht wegen Nötigung, beharrlicher Verfolgung und Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung zu verantworten hat.
„Papa hat mich manipuliert“
Nach der Trennung von seiner Ehefrau blieben die vier Kinder bei ihr im Burgenland. Weil der 56-Jährige Vernachlässigung vermutet hatte, erstattete er im Dezember 2021 Anzeige und legte den Polizisten Videos vor, auf denen der älteste Bub (11) behauptete, er würde von der Mutter geschlagen. Zur Jugendhilfe sagte er später: „Papa hat mich manipuliert.“
Bei der Einvernahme gab die Frau, die mehrmals das Sozialhaus aufgesucht und Hilfe vom Jugendamt bekommen hatte, Kontra: Der Mann habe ihr trotz Betretungsverbot nachgestellt; sie bedroht; mit Mails und WhatsApp-Nachrichten bombardiert; sie früher geschlagen und zum Sex gezwungen – falls nicht, würde er die Kids nicht beaufsichtigen, während sie arbeitet.
Im Auto geschlafen, um Ruhe zu haben
„Stimmt alles nicht“, so der IT-Manager. „Während der Ehe habe ich oft vor der Tür im Auto geschlafen, um Ruhe zu haben. Sie ist Nymphomanin und will immer Sex. Das finde ich abstoßend. Ich war ausgebrannt und ging zur Männerberatung.“
Weil die Anklage um die Punkte Verleumdung und Falschaussage vor der Polizei ausgedehnt wurde und weitere Zeugen geladen werden, wird vertagt. „Ich hasse meine Frau nicht für das, was sie getan hat. Ich bin Christ und kann vergeben.“
Es gilt die Unschuldsvermutung.









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