„Stopplicht“

Nur Spielzeug – die Superreichen haben ihre Freude

Fußball International
23.06.2023 16:47

„Krone“-Sportchef Peter Moizi schreibt in seiner Kolumne über den Fußballmarkt in Saudi-Arabien und die Beträge, die im Wüstenstaat ihre Besitzer wechseln ...

Geld regiert die Welt. Und vor allem den Fußball. In den 80er- und 90er-Jahren lechzten die Spieler nach Italien, weil die Serie A das beste Niveau hatte, die Stars mit Traumgagen verwöhnt wurden. Ab den 2000er-Jahren drang die Premier League in neue Sphären vor, kassierte dank irrer TV-Verträge Rekordsummen und investierte den Großteil in die Spieler.

Gagen, die schon damals für Kopfschütteln sorgten. Allerdings ein Klacks gegen die neuen Dimensionen aus Saudi-Arabien. Unzählige Klubs aus den europäischen Topligen sind bereits im Besitz ausländischer Ölscheichs, jetzt holen die Milliardäre aus den Golfstaaten die Kicker-Größen in ihre Heimat. WM-Endrunden werden gekauft, Tausende Millionen investiert, Ikonen wie Ronaldo von Al-Nassr mit 200 Millionen Euro Jahressalär überredet.

Gier nach Reichtum
Nebenbei engagierte Al-Ittihad Karim Benzema und N’Golo Kanté, mittlerweile tendieren sogar jüngere Größen wie Bernardo Silva (28) oder Heung-Min Son (30) in die Wüste. Die Superreichen haben ihre Freude. Statt mit goldenen Lamborghinis und extravaganten Ferraris spielen die Scheichs mit Ronaldos und Benzemas. Für viele Fußballer rückt der sportliche Anreiz in den Hintergrund. Die Gier nach Reichtum überwiegt, die Missachtung der Menschenrechte wird ignoriert. Weil schon ein Jahr in der Wüste genügt, um ein Leben lang ausgesorgt zu haben.

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