Sie gilt als Symbol für den Frieden: die Taube. Einem Tierquäler in Linz dürfte dieser Umstand egal gewesen sein - er fügte einem Jungvogel schlimmste Verletzungen zu.
Wer tut so etwas? Wegen eines verletzten Vogels wurde die Tierrettung Oberösterreich TROÖ auf den Linzer Froschberg gerufen. Einer jungen Taube wurden - vermutlich mit einer Schere - beide Flügel- und die Schwanzfedern bis auf zwei Zentimeter abgeschnitten. „So ist das Tier natürlich flugunfähig, es hätte sich nur mehr am Boden fortbewegen können und keine Überlebenschance gehabt“, sagt Tierretter Willy Schnebel (65). Vorher wurde der Vogel vermutlich mit einem Luftdruckgewehr vom Himmel geholt, denn am linken Flügel hatte er zwei Einschusslöcher.
Aufwendige Pflege
Jetzt wird die Taube von den ehrenamtlichen Mitgliedern der Tierrettung OÖ gesund gepflegt. Was mit einem erheblichen Aufwand verbunden ist, weil sich durch das Abschneiden der Federn Hohlräume im Kiel aufgetan haben. „Durch diese können Bakterien eindringen. Damit keine Entzündung entsteht, müssen wir das Voliere besonders sauber halten und oft putzen“, sagt Schnebel. Wenn die Mauser einsetzt, stößt der Vogel die verletzten Federn ab und es wachsen neue nach. Anschließend kann er wieder in die freie Wildbahn entlassen werden.
Wenn die Tierrettung einmal nicht kommt, werden wir oft würst beschimpft.
Willy Schnebel, Obmann Tierrettung OÖ
Viele Einsätze
Dabei hatte das Tier Glück im Unglück, denn eigentlich rücken die Tierretter für Tauben oder Singvögel nicht aus. Denn die nur drei ehrenamtlichen Mitglieder des gemeinnützigen Vereins müssen eine kaum bewältigbare Anzahl an Einsätzen stemmen. „Unser Telefon läutet täglich 80- bis 100-mal, bis zu zehnmal täglich rücken wir aus“, sagt Obmann Schnebel.
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