Sohn (42) zuckte aus

Hammer-Attentat auf Vater: Schuld war die Heizung

Burgenland
21.06.2023 19:00

Weil der Vater aus dem Nordburgenland den Ofen nicht sachgemäß bedient haben soll, schlug ihm der Sohn (42) mit dem Hammer auf den Kopf. Laut Gutachter seien ein „Leistungsknick“ und eine paranoide Schizophrenie dafür verantwortlich.

Ja, er hat den Hammer im Baumarkt gekauft und damit elf Tage später mit den Worten „Es tut mir leid, ich kann nicht mehr“ auf seinen Vater eingeschlagen, sagte der 42-Jährige Nordburgenländer beim Geschworenenprozess in Eisenstadt. „Ich war wie ein Roboter. Jetzt bring ich ihn um.“

„Der Chef ist immer das Feindbild“
Das Opfer scheint dem Sohn nicht gram, „der Chef ist immer das Feindbild.“ Seit 2007 ist der Angeklagte arbeitslos, der gelernte Mechaniker saß daheim, spielte am Computer, sah fern.

„Ich hab ihm oft gesagt, er soll was arbeiten“, so der Vater, der laut Sohn „einfach nicht g’scheit geheizt“ hat. Der Rauch im Keller sei ständig in den ersten Stock gekrochen, ein bestialischer Husten war die Folge.

„Ich habe geglaubt, ich muss sterben, ich musste etwas dagegen tun“, sagte der Mann, der zuvor eine Corona-Infektion mit schwerem Verlauf durchgemacht hatte.

Der Gutachter attestierte einen „Leistungsknick“ nach der Kündigung und folglich eine paranoide Schizophrenie beim nicht Zurechnungsfähigen: Einweisung in ein forensisch-therapeutisches Zentrum. Sprechen die Medikamente an, darf er betreut wohnen.

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