Haftstrafen ausgefasst

Kampf um Kapperl endet mit Bauchstich

Gericht
16.06.2023 18:00

„Ich wollte einfach meine Kappe haben“, gibt der Erstangeklagte (23) als Grund an, warum er mit einem 17-Jährigen zusammen sein Opfer attackierte - der auch zustach. Deswegen musste der Mann notoperiert werden und beide Täter wegen versuchten Mordes ins Gefängnis.

Es ist eine Lappalie, die den Streit zwischen den zwei Angeklagten und einem jungen Mann ausgelöst hat - der für Letzteren mit einem lebensgefährlichen Bauchstich endete.

Mordversuch wegen Kapperl
Der Grund der Auseinandersetzung, den der 23- und der 17-Jährige im Landesgericht Wien präsentieren, könnte lächerlicher nicht sein: In einem vorangegangenen Streit nahm das Opfer dem Älteren seine Kappe weg. Im 3. Bezirk kam es dann zur Konfrontation.

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Ich habe das Messer zum Obst schälen. Ich schäle damit Granatäpfel.

17-Jähriger auf die Frage des Richters nach dem Messer

„Ich hab gedacht, ich mache ihm Angst - und er gibt die Kappe zurück“, erklärt der Jüngere, warum er mit einem Klappmesser auf den Kontrahenten zugelaufen ist. Er erwischte das Opfer mit einem Stich in die Milz und Leber. „Es kam ein bisschen Blut, und ich war unter Schock“, schildert er weiter. Und der Ältere? „Ich wollte nur meine Kappe zurückhaben.“ Das Opfer musste notoperiert werden, die zwei Afghanen kamen wegen Mordversuch vor Gericht.

15 und acht Jahre Haft 
„Mein Mandant hat nicht zugestochen“, erinnert Anwalt Michael Jobst - er wird trotzdem anklagekonform zu 15 Jahren Haft verurteilt. Der reumütige Messerstecher, verteidigt von Anwalt Thomas Nirk, zu acht Jahren - nur wegen eines Kapperls ... Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

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