Bei einer Blutspende wird nicht nur die eigene Blutgruppe bestimmt, auch Infektionskrankheiten können dadurch erkannt werden. Ein Spendenengpass im heurigen Frühjahr konnte erfolgreich abgewendet werden. Die kommenden Sommermonate könnten für Kärnten aber zur Hürde werden.
Blutspenden ist bisher nicht jedermanns Sache. Neben geringen Erfordernissen und wenig Zeitaufwand kann aber jeder, der gesund ist, spenden. Gleichzeitig ist es auch ein Akt der Solidarität. Anlässlich des Weltblutspendetages hat sich die „Krone“ beim Transfusionsmediziner Dr. Albert Sima informiert.
„Am Weltblutspendetag - eigentlich Weltblutspendertag, geht es darum, sich beim eigentlichen Spender zu bedanken, der die Herstellung dieses ganz besonderen Medikaments, welches nicht künstlich herstellbar ist, zu ermöglicht. Unsere Spitäler benötigen im Schnitt täglich bis zu 1000 Blutkonserven, daher gibt es auch in den kleinsten Kärntner Ortschaften immer wieder mobile Spendeangebote, die auch wahrgenommen werden müssen“, appelliert Sima.
Vollblutspende teilt sich in drei weitere Produkte
Bei einer Vollblutspende werden dem Spender 465 Milliliter Blut abgenommen - das sind ca. 700-800 Kilokalorien. Das gewonnene Vollblut wird anschließend in drei weitere Blutprodukte aufgeteilt.
Doch welche Blutgruppen wird am meisten gebraucht?
„Da die Spenderseite die gleiche Gruppenverteilung aufweist, wie die Empfängerseite, brauchen wir nicht besondere Blutgruppen - wir brauchen alle. Haben wir von der Spenderseite alle Blutgruppen, haben wir auch alle Patienten versorgt“, erklärt Sima der „Krone“.
Von rund 570.000 Kärntnern gehen nur 10-15.000 Kärntner aktiv zur Blutspende. Das sind daher leider nur 1,8 bis 2,7 Prozent der Bevölkerung - somit deutlich zu wenig!

Transfusionsmediziner und Leiter der Blutspendezentrale Kärnten, Dr. Albert Sima
Foto: STUDIOHORST
Wer kann bzw. darf Blutspenden?
Blutspenden kann jeder, der gesund ist, über 50 Kilogramm wiegt, keine Medikamente einnimmt und im letzten halben Jahr nicht im Ausland war. In den meisten Fällen ist es bei Faktoren wie Schilddrüsenmedikamenten oder Bluthochdruckmedikamenten durchaus möglich. Auch eine Auslandsreise ins europäische Ausland sollte kein Problem für eine Spende sein. Als Erstspender kann vom 18. bis zum 60. Lebensjahr problemlos gespendet werden. „Eine Bitte an die 59-Jährigen - gehen Sie bitte noch schnell spenden“, schmunzelt Albert Sima. „Sind Sie bereits Mehrfachspender, sind Spenden bis zum vollendeten 70. Lebensjahr durchaus möglich!“









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