„Rote Karte“ für Event

Nach Chaos-Turnier droht Beschwerde-Flut

Niederösterreich
13.06.2023 06:02

St. Pölten beklagt Imageschaden durch das missglückte Turnier für Jungkicker, viele Teilnehmer fordern Nenngeld zurück. Dem Veranstalter der Champions Trophy droht gleich von mehreren Seiten Ungemach.

Der Veranstalter wird wohl viele Briefe mit Beschwerden erhalten. „Einer wird von uns sein“, kündigt man im St. Pöltner Rathaus einen Tag nach dem offiziellen Ende der Champions Trophy an. Wie berichtet, hatte die Stadt bereits Samstagabend dem Veranstalter des internationalen Nachwuchsturniers untersagt, auf der eigenen Sportanlage weiterzuspielen. Zu groß war das Chaos rund ums Parken und den Müll.

Konzepte nicht eingehalten
Zwar wurden im Vorfeld die nötigen Konzepte vorgelegt, eingehalten oder kontrolliert wurden diese aber nicht. „Als es am Abend immer noch keinen Ordnerdienst gab, mussten wir die Bremse ziehen. Alles andere wäre verantwortungslos gewesen“, so Sprecher Thomas Kainz über die „Rote Karte“.

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So eine Unterstützung habe ich noch nie erlebt. Es sind viele Spenden zusammengekommen, die ich auch weitergeben werde. Was den Veranstalter betrifft: Es sind noch viele Fragen offen.

Joe Unger hätte den Nachwuchs verpflegen sollen

„Wird es bei uns nicht mehr geben“
Was übrig bleibt, sind neben den enttäuschten Kinderteams, verärgerten Eltern und Betreuer aus vielen Ländern Europas, die teilweise bereits angekündigt hatten, das Nenngeld wieder zurückzuverlangen, auch die negativen Auswirkungen auf die Landeshauptstadt. „Der Imageschaden ist groß“, bestätigt Kainz. Schließlich haben sogar kroatische Medien über die chaotischen Zustände in St. Pölten und den schlechten Umgang mit ihren jungen Landsleuten berichtet. Aber auch Beschädigungen an der Stadtsportanlage selbst gab es zu beklagen. „Der Wirtschaftshof musste am Sonntag ausrücken, um das Schlimmste zu beseitigen“, so Kainz. Aktuell sondiere man die Sachlage, ehe man damit den Veranstalter konfrontieren werde. Eines ist laut ihm aber bereits jetzt klar: „Dieses Event wird es unter diesem Veranstalter bei uns nicht mehr geben.“

Solidarische St. Pöltner
Aber es gibt auch Positives. Caterer Joe Unger, der nach dem Abbruch in der Stadtsportanlage auf Tausenden Essensportionen sitzen geblieben war, lobt die St. Pöltner, die sich nach einem verzweifelten Aufruf solidarisch zeigten: „Die meisten Speisen wurden in kurzer Zeit gegen freie Spenden abgeholt. Viele Portionen wurden auch karitativen Organisationen gespendet. Es musste nichts entsorgt werden. Es war ein enormer Zusammenhalt.“

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