„Das ist echt schräg. So was gibt´s doch eigentlich gar nicht“ - beim Bezirksjägertreffen am Sonntag in Oberneukirchen hatte die Jägerschaft des Bezirks Urfahr-Umgebung fast nur dieses Thema. In einer der Donaugemeinden war am Donnerstag ein Gamsbock gesichtet worden. Solche Gebirgler sind im Mühlviertel nicht alltäglich.
„Wie kommt das Salz ins Meer?“, fragte einst die mittlerweile verstorbene Freistädter Schriftstellerin Brigitte Schwaiger in ihrem Erstlingsroman 1977. Solche literarischen Ambitionen sind den Jägern im Bezirk Urfahr-Umgebung freilich fremd, doch seit Donnerstag fragen sich die Mühlviertler Waidmänner Ähnliches. Nämlich, wie kommt eine Hochgebirgsgams ins Obere Mühlviertel? Denn ein solcher Gamsbock wurde morgens in einer Donaugemeinde gesichtet und auch fotografiert. Auch Zeugen gibt es.
Alle Wildparks wurden schon durchtelefoniert
Bezirksjägermeister Josef Rathgeb diskutierte am gestrigen Bezirksjägertreffen in Oberneukirchen mit seinen Kameraden im grünen Rock ausgiebig die seltene Sichtung. Eine echte Erklärung gibt es freilich nicht: „Meine Kollegen haben alle Wildparks im Umkreis durchtelefoniert. Dort geht aber nirgends ein Gamsbock ab. Man muss das ja durchdenken. Also, wenn der Bock wirklich aus dem Gebirge zu uns ins Mühlviertel gelangt ist, dann müsste er die Donau durchschwommen haben.“ Einen Zwangsabschuss für den ungewöhnlichen Gast in den Mühlviertler Gefilden will Rathgeb nicht beantragen.










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