Eine DNA-Analyse hat gezeigt, dass entgegen erster Annahmen kein Bär für einen zerkratzen Pkw in Südtirol verantwortlich ist. Vergangene Woche wurden „Kratz- und Bissspuren“ an einem Auto in einer Siedlung in Völs am Schlern entdeckt, der Verdacht fiel zunächst auf einen Braunbären als Verursacher.
Die Analyse von gesammelten Haaren zeigte nun, dass ein Bär nicht infrage komme. Welches Tier den Schaden angerichtet hatte, sei aber noch unklar, teilte das Land Südtirol am Dienstag mit. Weitere Untersuchungen laufen.
Das Amt für Jagd und Fischerei ersucht, keine vorschnellen Vermutungen im Zusammenhang mit Großraubtieren zu äußern und immer auf gesicherte Fakten zurückzugreifen, wie in diesem Fall auf DNA-Analysen.
Land Südtirol
Haare an Stoßstange
Es wurde zuerst vermutet, dass der süßliche Geschmack der Kühlflüssigkeit einen Bären angezogen haben könnte. Förster und Jagdaufseher untersuchten das Auto und stellten Haare an der Frontstoßstange fest. „Das Amt für Jagd und Fischerei ersucht, keine vorschnellen Vermutungen im Zusammenhang mit Großraubtieren zu äußern und immer auf gesicherte Fakten zurückzugreifen, wie in diesem Fall auf DNA-Analysen“, hielt die Landesbehörde fest.
Debatten nach tragischem Tod
In den vergangenen Wochen wurde in Norditalien intensiv über den Umgang mit Bären und anderen Beutegreifern diskutiert. Anlass war eine tödliche Bärenattacke auf einen 26-jährigen Jogger im Trentino. Daraufhin wurde eine Bärin eingefangen, die als Verursacherin vermutet wurde. Über ihre Erlegung wurde heftig debattiert, ein Gericht lehnte diesen zuletzt ab.
Südtirol und Tirol versuchten zuletzt zu beruhigen, indem darauf hingewiesen worden war, dass sich keine auffälligen Tiere in den Regionen aufhalten würden. Es gebe kein erhöhtes Risiko für die Bevölkerung, wurde versichert.








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