28.04.2005 16:25 |

Trotz Dopingaffäre

Juve darf Trophäen und Titel behalten

Italiens Fußball-Rekordmeister Juventus Turin muss trotz der Verurteilung seines Teamarztes im Turiner Dopingprozess nicht um seine gewonnenen Titel bangen. Dies entschied der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne.

Juve-Teamarzt Ricardo Agricola war in erster Instanz wegen Sportbetrugs und Verabreichung gesundheitsgefährdender Medikamente zu 22 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Der Fußballverband (FIGC) und das Nationale Olympische Komitee Italiens (CONI) hatten den CAS daraufhin um eine Stellungnahme gebeten, "ob und wie die Verbandsregeln auf den Fall anzuwenden sind". Das Sportgericht stellte fest, dass der Club nicht rückwirkend zur Verantwortung gezogen werden könne, da keine Dopingmittel verabreicht wurden. Das Verabreichen von umstrittenen Präparaten, die nicht auf den damals gültigen Dopinglisten standen, reiche nicht aus.

Teamarzt verurteilt
Turins Teamarzt war im November vergangenen Jahres verurteilt worden, weil er zwischen 1994 und 1998 Spieler mit unerlaubten Mitteln behandelt habe. In der Urteilsbegründung stellte das Gericht sogar fest, dass bei Juve mit EPO gedopt worden sei. Teamarzt Agricola wies die Vorwürfe zurück und ging in Berufung. In der besagten Zeit waren keine Juve-Spieler in Dopingkontrollen positiv getestet worden.

Forderungen, Juve die damals gewonnenen Titel abzuerkennen, hatte bereits der Präsident des Weltverbandes FIFA, Joseph Blatter, eine Abfuhr erteilt. "Ich halte nichts von nachträglichen Strafen im Sport", sagte Blatter.

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