Zart sprießt und fiepst es jetzt im Frühlingsgrün - umso eindringlicher appellieren unsere Waldhüter daher, Rücksicht auf die gerade erwachende Flora und Fauna zu nehmen!
„Im Frühjahr spielen sich leider viele unbemerkte Tiertragödien ab. Denn nur allzu oft und meist unbeabsichtigt wird das Wild beunruhigt“, warnt Felix Montecuccoli, engagierter Präsident der Land & Forstbetriebe Österreichs, der rund um Gut Mitterau bei Prinzersdorf den Dunkelsteinerwald und die Eisvogelparadiese an der Pielach hütet.
Seine Hauptsorge gilt den in diesen Stunden besonders verletzlichen Geschöpfen. „Denn viele unserer Wildtiere haben bereits ihren Nachwuchs gesetzt. Auch die ersten Vogeleier liegen schon jetzt in den Nestern“, betont Montecuccoli im Rahmen der gemeinsam mit der „Kronen Zeitung“ gestarteten „Naturverstand“-Kampagne die Bedeutung von Ruhe in Wald und Flur.
Muttertiere lassen sich mit ihrem Nachwuchs gerne im Dickicht der Wälder nieder. Diese Ruhezonen bitte meiden.
Waldhüter Markus Hoyos zu Rosenburg
Hunde gehören an die Leine
Dringende Bitte unserer Waidmänner: Die Hunde bei einem Waldbesuch unbedingt anleinen! Denn Rehe und andere Flurtiere sehen im vierbeinigen Liebling der Menschen dessen räuberischen Vorfahren, den Wolf, und fühlen sich bedroht. Das gefährde die Aufzucht der Kitze und anderer Tierbabys.
Ein weiterer Appell gilt scheinbar verwaisten Jungen. Wer diese anfasst, riskiert deren Tod. Denn wenn dem Nachwuchs Menschengeruch anhaftet, wird er vom Muttertier verstoßen. Alleine zu überleben, ist den Jungen dann fast unmöglich.
Zigarette mit bösem Ende
Gewarnt wird seitens der heimischen Gutsbesitzer auch vor drohender Waldbrandgefahr. Bereits eine sorglos weggeworfene Zigarette kann den wegen fehlender Niederschläge trockenen Forst in ein Flammenmeer verwandeln.
Infos: www.naturverstand.at
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