Motiv Eifersucht?

Ungar floh nach tödlicher Attacke in Ferienhaus

Salzburg
27.03.2023 18:56

Mord-Alarm! Motiv: Eifersucht? Schreie weckten die Bewohner eines Henndorfer Hauses. Ein Mann starb nach einem Messer-Angriff.

„Ich wohne alleine. Nach all dem, was passiert ist, wird mir ganz anders.“ Silvia Pernsteiners Stimme ist brüchig, immer wieder kullern Tränen über ihre beiden Wangen. Die Flachgauerin kann einfach nicht fassen, was am frühen Montagmorgen in ihrem Wohnblock in Henndorf passiert ist.

In einer Wohnung im Hochparterre starb ein 42-jähriger Mann – wohl erstochen von einem Ungarn (34). Die Freundin des Toten dürfte die Tat mitangesehen haben. „Ich hörte gegen 5.30 Uhr erst einen lauten Rumpler. Dann schrie eine Frau laut um Hilfe“, sagt Pernsteiner.

Hausbewohnerin Silvia Pernsteiner: „Es ist unfassbar.“ (Bild: Nikolaus Klinger)
Hausbewohnerin Silvia Pernsteiner: „Es ist unfassbar.“

Messerstecher ging wohl auf Freund seiner Ex los
Wenig später rückte die Polizei mit einem Großaufgebot an. Für den 42-Jährigen kam jede Hilfe zu später. Der Messerstecher konnte zunächst flüchten.

Die Ermittler sicherten derweil Spuren, Suchhunde kämmten die Umgebung ab. Der Tatort wurde großflächig abgesperrt. Laut „Krone“-Recherchen dürfte der Ungar mit einem Messer auf den neuen Lebensgefährten seiner Ex-Freundin eingestochen haben. Die Polizei kann oder will das derzeit nicht bestätigen. Man teilte lediglich mit, dass sich „Täter und Opfer gekannt haben dürften.“ Zu einem möglichen Motiv gibt es noch keine offiziellen Angaben. Fakt ist: Die Tatwaffe konnten die Ermittler sicherstellen.

Die Ermittler sicherten Spuren und durchsuchten die Umgebung. (Bild: Markus Tschepp)
Die Ermittler sicherten Spuren und durchsuchten die Umgebung.

Beamte der Sondereinheit Cobra nahmen den 34-Jährigen mehrere Stunden nach der Attacke in einem Ferienhaus fest. Dieses befindet sich nur wenige hundert Meter vom Tatort entfernt. Dort hatte sich der Mann einquartiert. Der Ungar ist nicht in Österreich gemeldet. Das Rote Kreuz musste den Mordverdächtigen mit einer Bahre abtransportieren. Er hatte mehrere Schnittwunden am Körper.

Fassungslosigkeit und Trauer in Henndorf
Mehrere Nachbarn beschreiben den Toten jedenfalls als „netten Menschen, der immer freundlich gegrüßt hat.“ Silvia Pernsteiner erinnert sich an die letzte Unterhaltung mit dem 42-Jährigen: „Wir haben uns länger unterhalten. Er hat mir von seiner Küchenrenovierung erzählt. Und jetzt das.“

Markus Tschepp
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