Mi, 15. August 2018

Rätsel ist gelöst

28.09.2011 16:40

Reste von UARS-Satellit stürzten in den Südpazifik

Das Rätsel ist gelöst: Die Trümmer des am Samstagmorgen abgestürzten Forschungssatelliten UARS sind im Südpazifik gelandet. Wie die NASA am Dienstag (Ortszeit) mitteilte, trat der künstliche Himmelskörper zwischen 05.23 Uhr und 07.09 Uhr MESZ über einem Meeresabschnitt 14,1 Grad südlicher Breite und 170,2 westlicher Länge in die Erdatmosphäre ein - weit entfernt von jeder großen Landmasse.

Laut Berechnungen von Experten der Luftwaffe auf dem Stützpunkt Vandenberg in Kalifornien fielen die nach Schätzungen der US-Weltraumbehörde bis zu 26 Satelliten-Trümmerstücke demnach östlich der Samoa-Inseln ins Wasser - Teile aus Materialien wie Beryllium, Titan oder Stahl, die der Hitze beim Wiedereintritt in die Atmosphäre standhalten konnten.

Nicht berechenbare Faktoren wie Sonnenstürme und die Trudelbewegung des Satelliten hatten genaue Vorhersagen über Absturzzeit und -ort erschwert. Die NASA hatte vor dem Absturz wiederholt betont, dass es nur ein "extrem geringes" Risiko für Menschen gebe, von Satellitenteilen getroffen zu werden. Nach Angaben eines NASA-Spezialisten wurde in mehr als 50 Jahren Raumfahrtgeschichte noch nie ein Mensch von herabstürzendem Weltraumschrott verletzt.

Satellit untersuchte Ozonschicht
Der Forschungssatellit UARS (Upper Atmosphere Research Satellite) war 1991 mit dem Spaceshuttle "Discovery" in eine Umlaufbahn um die Erde gebracht worden, um aus einer Höhe von 600 Kilometern die Ozonschicht und die Erdatmosphäre zu untersuchen. Die Messungen endeten im Jahr 2005, seither war der Satellit außer Betrieb und verlor auf seiner Bahn um die Erde ständig an Höhe. Da er keinen Treibstoff an Bord hatte, konnte die NASA den Absturz nicht steuern.

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