Fr, 16. November 2018

Crash in Russland

08.09.2011 17:01

Tom Vanek trauert um seinen Freund Josef Vasicek

Ein ganzes Team einfach ausgelöscht – nicht nur die Eishockey-Welt steht unter Schock! Auch am Tag nach der Flugzeug-Katastrophe von Lokomotive Jaroslawl herrscht Trauer und Fassungslosigkeit. Die russische KHL hat den Saisonstart auf Montag verschoben, die österreichische Eishockey-Liga startet mit einer Trauerminute in die neue Saison. Unmittelbar betroffen ist auch der steirische NHL-Star Thomas Vanek.

Der dreifache russische Meister war auf dem Weg zum ersten Saison-Match nach Minsk – allein, der Flug von "Jak Air Service" sollte nie in Weißrussland ankommen. Unmittelbar nach dem Start kollidierte die Maschine laut Augenzeugenberichten mit einem Funkmasten und stürzte in die Wolga.

Vanek trauert um einen guten Freund
Unter den 44 Todesopfern sind viele prominente Spieler wie Goalie und Schwedens Olympiasieger Stefan Liv, der slowakische Team-Kapitän Pavol Demitra, Weißrusslands Teamverteidiger Ruslan Salei oder die tschechischen Weltmeister Karel Rachunek, Jan Marek und Josef Vasicek. Letzterer ist der Bruder von Thomas Vaneks Schwägerin - und ein richtig guter Freund des Grazers. "Meine Gedanken und Gebete sind bei Josefs Familie", gab der Buffalo-Stürmer bekannt.

Tief geschockt auch Österreichs Russland-Legionär Bernd Brückler. "Ein Wahnsinn! Mit der Zeit lernt man ja die Leute kennen. Auch ich bin gerade aus einem russischen Flieger gestiegen", spielt der Goalie von Novosibirsk auf die Unglücksmaschine des Typs Jakowlew-42 an, deren Fluggenehmigung am 1. Oktober ausgelaufen wäre. Riesenglück hatte Jaroslawls Tormanntrainer Jari Kaarela – der Finne musste nicht mit nach Weißrussland und entging so der Katastrophe.

Ursache des Unglücks noch unklar
Die zwei Überlebenden, der Spieler Alexander Galimow und ein Crewmitglied, wurden indes nach Moskau in Spezialkliniken geflogen. Die Suche nach der Unglücksursache dauert noch an. Möglicherweise war ein Motor nicht funktionstüchtig und der Pilot nicht ausreichend auf die Notlage vorbereitet, wie die Agentur Interfax unter Berufung auf Ermittler meldete.

Kremlchef Dmitri Medwedew wies die Behörden an, die Flugzeugflotte auf den Prüfstand zu stellen. "Priorität haben die Passagiere, nicht die Interessen der Luftfahrtbranche", betonte Medwedew bei einem Treffen mit Verkehrsminister Igor Lewitin. Medien berichteten, dass es in letzter Zeit wiederholt Probleme mit Flugzeugen des Typs Jakowlew gegeben habe.

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