Thomas Heinze übernimmt in dem Serien-Dauerläufer „Der Alte“ die Rolle des Hauptkommissars der Münchner Mordkommission. Im Interview spricht er über die neue Aufgabe.
Zuerst tat es Siegfried Lowitz (von 1977 bis 1986), dann folgten Rolf Schimpf (1986-2007), Walter Kreye (2008-2012) und Jan-Gregor Kremp (2012-2023). Und nun, ab Freitag, 24. 3. (20.15, ORF 2), tut es Thomas Heinze. Die Rede ist von der Darstellung des Kriminalhauptkommissars in der seit 46 Jahren in den Programmspalten firmierenden Krimiserie „Der Alte“. Krone.TV bat den 58-jährigen Schauspieler Thomas Heinze zum Interview:
Krone.TV: Sie übernehmen als Caspar Bergmann die Leitung der Münchner Mordkommission von Richard Voss (Jan-Gregor Kremp). Wie sind Sie an die Rolle gekommen?
Thomas Heinze: Vor zwei Jahren hatte ich in einem 90-Minüter des „Alten“ eine Gastrolle. Während der Dreharbeiten erzählte mir Jan-Gregor von seinen Plänen aufzuhören. Da es noch keinen Nachfolger gab, habe ich mich, wie viele andere auch, beworben. Die Hauptrolle dann zu bekommen hat mich total gefreut.
Wie verkörpern Sie die Rolle des nunmehr fünften „Alten“?
Meine Figur ist anfangs, wenn es um das Zwischenmenschliche geht, zurückhaltend und distanziert. Das liegt zum einen daran, dass der Bergmann sehr arbeitsorientiert und auf den Fall fokussiert ist. Und zum anderen, dass er den Tod seiner Frau noch immer nicht so richtig verarbeitet hat. Zudem kommt noch die hanseatische Zurückhaltung, er kommt ja aus Hamburg, hinzu.
Und worin ähneln Sie persönlich Kommissar Bergmann?
Was den Bewegungsdrang anbelangt, so bewege ich mich auch privat sehr oft und gerne, denn es hilft mir auch zu fokussieren. Außerdem mag auch ich jegliche Art von Wettkampf und Herausforderung. Genau wie Bergmann löse ich gerne Rätsel und entwickle dabei einen ziemlichen Ehrgeiz.
Sie sind im Privatleben begeisterter Kickboxer und dürfen in der Serie auch mal härter zugreifen. Haben Sie privat denn schon jemanden verprügelt?
Nur einmal, als ich mich verteidigen musste. Das war aber eine kurze Angelegenheit, denn ich halte nicht viel von dieser Form der Auseinandersetzung.
Haben Sie sich von Ihrem Vorgänger Jan-Gregor Kremp vor den Dreharbeiten Tipps geben lassen?
Ja, in Bezug auf die Arbeit als Seriendarsteller. In diesem Umfang mache ich dies ja zum ersten Mal. Deshalb war es für mich nützlich zu wissen, wie man mit seiner Ausdauer, dem gesamten Apparat und dem Drumherum so umgeht. Es ist ja geplant, dass ich die Rolle mindestens über drei Jahre spiele. Und wenn es mir weiterhin so viel Spaß macht, kann es von mir aus auch gerne noch länger weitergehen.
Zu Beginn spielte Siegfried Lowitz den „Alten“. Haben Sie den Krimiklassiker damals als Teenager geschaut?
Als Sohn eines US-Amerikaners komme ich aus einem Haushalt, in dem das Fernsehen nicht so verpönt war wie hierzulande. Dementsprechend durfte ich als Jugendlicher auch Krimis wie „Der Alte“ oder „Der Kommissar“ anschauen.
Was ist nach fast 46 Jahren das Erfolgsgeheimnis des Serien-Dauerbrenners?
Die Serie steht und fällt mit den Schauspielern, die den Kommissar verkörpern, und den spannenden Drehbüchern. Zudem ist „Der Alte“ ein vorrangig auf eine Person konzentriertes Format, und die Zuschauer möchten gerne sehen, wie der Kommissar mit seinem Team die Fälle knackt.
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