Mi, 22. August 2018

Utöya-Massaker

01.09.2011 16:13

Norwegen: Polizei ließ Hubschrauber ungenutzt

Nach dem Massaker auf der Insel Utöya werden gegen Norwegens Polizei immer massivere Vorwürfe erhoben. Die Zeitung "Aftenposten" berichtete am Donnerstag unter Berufung auf Behördenkreise, dass entgegen offiziellen Angaben am 22. Juli ein Polizeihelikopter für einen umgehenden Einsatz gegen den Massenmörder Anders Behring Breivik bereitstand, aber nicht genutzt wurde.

Breivik hatte an diesem Tag eine Bombe in der Innenstadt von Oslo gezündet und anschließend ein Blutbad auf der Fjordinsel Utöya angerichtet. Dort tötete er 69 Teilnehmer eines sozialdemokratischen Jugendlagers.

Obwohl bereits bekannt war, dass auf der Ferieninsel Utöya Schüsse fielen, beendete die Polizei das Massaker erst nach über einer Stunde um 18.27 Uhr mit der Festnahme Breiviks. Nach Angaben von "Aftenposten" stand aber bereits gegen 16.30 Uhr in Oslo ein Polizeihubschrauber zur Verfügung.

Helikopter-Team war einsatzbereit
Die Mannschaft des Helikopters habe sich sofort nach Bekanntwerden des Bombenangriffs auf das Regierungsviertel aus dem Urlaub zurückgemeldet, wurde jedoch erst um 19.16 Uhr von der Polizeiführung nach Utöya beordert, schrieb das Blatt.

Eine Polizeisprecherin wollte die Vorwürfe nicht kommentieren. Sie verwies auf die Äußerung des zuständigen Stabschefs Johan Fredriksen in "Aftenposten". Er sagte der Zeitung: "Sollte es sich bei unseren laufenden Untersuchungen zeigen, dass wir den Hubschrauber schneller in der Luft hätten haben können, kann die Polizei dafür kritisiert werden."

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