Tierschützer fordern

„Auch bei Katzen ist eine Obergrenze nötig“

Privatpersonen haben im Gegensatz zu Tierheimen kaum Auflagen bei der Haltung, mitunter aber ähnlich viele Vierbeiner auf engstem Raum. Die NÖ Tierschutzverbandspräsidentin sieht daher den Bedarf einer Höchstgrenze. 

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Wie viele Katzen passen in ein Einfamilienhaus? Die Antwort: So viele man möchte. Denn eine Höchstgrenze ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Doch nach dem jüngsten „Krone“-Bericht über ein Rattenproblem im Wiener Umland, das von der Besitzerin von rund 50 Stubentigern und deren Abfall verursacht worden sein soll, wird der Ruf nach Höchstgrenzen wieder laut.

„Keine Rechtsbasis“
Die zuständige Bezirkshauptmannschaft stllte aber eine „tierschutzkonforme“ Haltung fest, daher gibt es für die Behörde sonst keinen Ansatzpunkt, um einschreiten zu können. „Es liegt keine Vermehrung von Tieren und keine Vernachlässigung der Betreuung oder der Versorgung der Tiere vor“, heißt es seitens der BH. Weil weder im Tierschutzgesetz noch in der 2. Tierhaltungsverordnung eine Höchstzahl der gehaltenen Katzen verankert sei und es sich um eine rein private Haltung von zurückgelassenen oder ausgesetzten Katzen handle, gebe es keine Rechtsbasis für eine Beschränkung derselben, betont man bei der Behörde.

Ungerechtigkeit
Andrea Specht, Präsidentin des NÖ-Tierschutzverbands fordert daher dringend eine Änderung: „Tierheime unterliegen strengen Auflagen, wogegen Privatpersonen, die ebenso viele Tiere halten, kaum Vorgaben erfüllen müssen.“ Für Specht ist klar, dass so viele Tiere auf engem Raum nicht bedürfnisgerecht gehalten werden können. „Eine Obergrenze ist sinnvoll.“

Abgesehen davon haben laut Specht aber auch Bürgermeister, die gerne nur auf die Amtstierärzte verweisen, Möglichkeiten: „Die Raumordnung sieht nicht vor, dass im Wohngebiet Tierhaltungen über das ortsübliche Maß erlaubt sind, wie es etwa bei privaten Gnadenhöfen der Fall ist. Hier darf der Bürgermeister Grenzen setzen.“

Für Hunde ab Juni
Zumindest für Hunde wird es diese ab Juni geben. Durch eine Änderung des Hundehaltegesetzes dürfen - bis auf ein paar Ausnahmen - dann nur mehr fünf Fellnasen pro Haushalt leben. 

explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Kommentare lesen mit
Jetzt testen
Sie sind bereits Digital-Abonnent?
Niederösterreich Wetter
1° / 6°
stark bewölkt
1° / 7°
bedeckt
0° / 7°
stark bewölkt
2° / 5°
Schneeregen
-1° / 5°
Schneefall