2. Bub schwer verletzt

Deutschland: Güterzug erfasst Kinder – Bub tot

Ausland
03.02.2023 07:01

Ein Güterzug hat in der deutschen Stadt Recklinghausen im Ruhrgebiet zwei Kinder erfasst. Ein zehnjähriger Bub starb, ein Neunjähriger kämpft ums Überleben und wird in einem Krankenhaus versorgt, wie Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul in der Nacht auf Freitag sagte.

In ersten Medienberichten hatte es geheißen, eine Menschengruppe sei erfasst und mehrere Hundert Meter weit mitgeschleift worden. Mittlerweile sagte die Polizei, es gebe keine Hinweise auf weitere betroffene Kinder. Die Feuerwehr habe eine Drohne mit Wärmebildkamera eingesetzt. Der Unfall war den Einsatzkräften um kurz nach 18 Uhr am Donnerstag gemeldet worden. Die genauen Umstände sind noch offen.

„Es ist fürchterlich“
Die Polizei hielt sich mit näheren Informationen zurück - möglicherweise waren anfangs nicht alle Angehörigen informiert. Reul sprach von einem „großen Drama, wenn Kindern so etwas passiert“. So etwas lasse einen nicht ruhig. „Es ist fürchterlich.“ Unklar sei, wie es zu dem Unglück kommen konnte, sagte der Minister. Seelsorger kümmerten sich um die betroffenen Familien. Ein Polizeisprecher sagte, der Ort werde weiter kriminaltechnisch untersucht.

Am späten Donnerstagabend waren zahlreiche Einsatzkräfte am Unfallort. Das Gebiet war weiträumig abgesperrt, wie ein dpa-Reporter berichtete. Neben etwa zwei Dutzend Polizisten waren auch Notfallseelsorger im Einsatz. An den Absperrungen der Polizei versammelten sich zahlreiche Menschen.

Gleisbett nach weiteren Opfern abgesucht
Nach Angaben der Feuerwehr waren 35 Feuerwehrleute und Rettungskräfte im Einsatz. „Wir haben das Gleisbett abgesucht“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Die Unglücksstelle sei in der Nähe eines früheren Güterbahnhofs. Recklinghausen liegt im nördlichen Ruhrgebiet.

Bahnstrecke wurde gesperrt
Die Bahnstrecke zwischen Gladbeck-West und dem Hauptbahnhof von Recklinghausen wurde gesperrt. „Eine Prognose, wann die Strecke wieder frei ist, haben wir noch nicht“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn AG. Zwischen den beiden Bahnhöfen sei ein Bus als Schienenersatzverkehr im Einsatz.

Es gibt nach Angaben der Deutschen Bahn Einschränkungen im Regionalverkehr. Der Fernverkehr sei nicht betroffen. Das Unglück ereignete sich nach Informationen der Deutschen Bahn im Bereich Recklinghausen-Ost.

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