Seit Ukraine-Krieg

USA-Bild der Österreicher eher verschlechtert

Österreich
27.01.2023 13:55

Fast ein Jahr nach Beginn des Krieges in der Ukraine hat sich das USA-Bild der Österreicher laut einer aktuellen Umfrage der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft (ÖAG) eher verschlechtert. Den Einfluss der USA auf den Ukraine-Krieg bewerten die Österreicher mehrheitlich negativ.

28,8 Prozent der Befragten geben in der am Freitag veröffentlichten Umfrage an, dass sich ihr Bild von den Vereinigten Staaten in den vergangenen zwölf Monaten verschlechtert habe. Bei 17,8 Prozent hat sich die Einstellung hingegen verbessert. Bei der Mehrheit der Teilnehmenden, nämlich 53,4 Prozent, ist die Einstellung gleich geblieben. Wie bereits in der Vergangenheit haben mehr Befragte ein negatives Bild von den USA als ein positives.

„Zu viel“ Einfluss auf Ukraine-Krieg
Die Gründe für die Verbesserung bzw. Verschlechterung des USA-Bildes sind in erster Linie im Ukraine-Krieg und der Person des US-Präsidenten Joe Biden zu finden. Befragt nach den Gründen für die Verschlechterung ihres USA-Bildes gaben 24,3 Prozent der Befragten an, „die USA sind Kriegstreiber“ oder „immer an Kriegen beteiligt“. Weitere 14,6 Prozent sind der Ansicht, die USA „fördern den Krieg in der Ukraine“. Den Einfluss der Vereinigten Staaten auf den Krieg in der Ukraine bewerten die Österreicher mehrheitlich negativ. 52 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass die USA „eher zu viel“ (24,2 Prozent) oder „viel zu viel“ (27,8 Prozent) Einfluss auf den Krieg in der Ukraine haben. Nur 31,6 Prozent halten den Grad des US-Einflusses auf den Krieg für richtig, 15 Prozent der Befragten ist der Einfluss der Amerikaner dagegen zu gering.

Biden größerer Sympathieträger als Trump
Für 11,8 Prozent sind enttäuschte Erwartungen an US-Präsident Joe Biden ausschlaggebend für die Verschlechterung ihres USA-Bilds. Die Person Biden ist aber auch der Hauptgrund für die Verbesserung der österreichischen Meinung über die USA. 62,9 Prozent der Befragten geben an, ihr USA-Bild habe sich verbessert, weil nun Biden anstelle seines Vorgängers Donald Trump im Weißen Haus sitzt. Weitere neun Prozent bewerten es als positiv, dass seit zwei Jahren ein Demokrat als US-Präsident amtiert. Die Unterstützung der USA für die Ukraine geben dagegen nur 13,5 Prozent als Grund für die Verbesserung ihrer Haltung zu den USA an.

Durchaus kritisch bewerten die Österreicher auch den Beitrag der Vereinigten Staaten zur Bewältigung der globalen Klimakrise. 64 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass die USA einen „eher kleinen“ (38,2 Prozent) oder „sehr kleinen“ bzw. „gar keinen“ Beitrag (25,8 Prozent) zur Bekämpfung der Klimakrise leisten.

Die Online-Umfrage wurde vom Institut marketagent unter 500 Befragten im Alter von 14 bis 75 Jahren durchgeführt, die repräsentativ für die österreichische Gesamtbevölkerung sein sollen. Die Schwankungsbreite der zwischen 27. Dezember und 4. Jänner durchgeführten Erhebung wurde mit 4,3 Prozent (bei einem erhobenen Wert von 40 Prozent) angegeben.

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