Im Herbst geht‘s los

Start der neuen Digital-Uni wird nicht verschoben

Die sogenannte Digital-Uni (IDSA) in Linz fliegt trotz personeller Problemne im Gründungskonvent nicht aus der Kurve, es bleibt beim Startschuss im heurigen Herbstsemester. Im Gründungskonvent, der den Gründungspräsidenten bestellen wird, wurde der gebürtige Oberösterreicher Wilfried Eichlseder, Rektor der Montanuniversität Leoben, nachnominiert - wie in der „Krone“ schon kurz angekündigt.

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Vielleicht sollte man die derzeit so gehypte, mitunter aber recht faktenlose künstliche Intelligenz ChatGPT fragen, wie es weitergehen könnte. Aber die, von der „Krone“ interviewt, kennt nicht mal die Grundidee, die Ex-Kanzler Sebastian Kurz im August 2020 geäußert hat: „Ich habe keine Informationen über eine geplante Universität für Digitalisierung und Transformation in Linz“, so ChatGPT, deren Informationsstand insgesamt nur bis September 2021 reicht. Inzwischen heißt die Uni ja IDSA, das bedeutet Institute of Digital Sciences Austria.

„Schlamassel“ wurde rasch behoben
Apropos Schlamassel: Dieses Wort hat SPÖ-Chef Michael Lindner für die aktuellen Ereignisse rund um den Gründungskonvent benutzt. Einmal mehr rügt er die Intransparenz dieser Gründungsphase: „Dass im Gründungskonvent offenbar noch nicht über die inhaltliche Ausrichtung der Digital-Uni gesprochen wurde, irritiert mich schon sehr. Auf welcher Basis will man denn dann die Bewerbungen für den Gründungspräsidenten bewerten?“ Lindner wiederholt seine Forderung nach einer Landtags-Enquete (Arbeitstagung) mit allen Beteiligten und über alle offenen Fragen, insbesondere zu den Inhalten dieser neuen Bildung- und Forschungseinrichtung.

5000 Studierende erst 2030/31
Mit dem Herbstsemester 2023/24, also heuer, soll der Betrieb des IDSA starten. Die Hochschülerschaft fordert einen Aufschub um zwei Jahre, um den Erfolg nicht „durch einen unrealistischen Zeitplan aufs Spiel zu setzen“. Diese Sorge scheint allerdings übertrieben. Heuer geht es eh nicht um einen breiten, allgemeinen Studienstart, sondern um die Zulassung einiger Doktoranden und Doktorandinnen. Der längere Horizont lautet laut Ministerium so: „Bis zum Jahr 2030/31 soll das IDSA rund 5000 Studierende und bis 2036/37 etwa 150 Professorinnen und Professoren haben.“ Apropos, weder LH Thomas Stelzer noch Bildungsminister Martin Polaschek wollen derzeit einen Aufschub oder halten ihn für nötig. Der personelle Schlamassel im Gründungskonvent mit zu vielen Befangenheiten ist schon saniert.

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