Trauriger Asyl-Rekord

Zu Weihnachten mehr als 110.000 auf Herbergssuche

Niederösterreich
24.12.2022 06:05

Der Flüchtlingsansturm beschert uns vor Weihnachten eine bundesweite Höchstmarke an Asylanträgen. In Niederösterreich pocht jetzt Landesrat Gottfried Waldhäusl vehement auf Lösungen.

Die Prognosen, dass heuer mehr als 120.000 Menschen in Österreich einen Asylantrag stellen werden, werden sich nicht bewahrheiten. Schaut man derzeit auf die 1000 Flüchtlinge pro Woche, dann wird die Zahl vermutlich bei 112.000 liegen, bislang sind es 110.000.

20.000 mehr als im Rekordjahr
„Im Rekord-Flüchtlingsjahr 2015 waren es 90.000 Asylanträge - heuer sind es um 20.000 mehr. So viel, wie Schwechat Einwohner hat“, poltert Asyl-Landesrat Gottfried Waldhäusl, der nicht aufhört, auf Lösungen der Bundesregierung zu pochen. Der Freiheitliche ortet bei der schwarz-grünen Koalition nur „Ankündigungspolitik“ und vermisst nach wie vor Lösungen, die er schon seit dem Frühjahr einfordert. „Eindeutig ein Versagen dieser Bundesregierung“, meint er.

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Neue Asylquartiere wird es in NÖ keine geben. Die Regierung handelt nicht. Trotz klirrender Kälte kommen pro Woche 1000 Wirtschaftsflüchtlinge ungehindert über unsere Grenzen!

FPÖ-Asyllandesrat Gottfried Waldhäusl

Zurückweisung gefordert
Konkret will er, dass Asylwerber an der Grenze zu weiteren EU-Ländern nicht mehr aufgegriffen, sondern zurückgewiesen werden. Hier maßgebend ist die Grenze im Burgenland zu Ungarn, weil der Nachbar-EU-Staat so gut wie keine Asylanträge zulässt.

„Das alles erinnert an die von Sebastian Kurz angeblich geschlossene Balkanroute“, wettert Waldhäusl und möchte seinem harten Asylweg in Niederösterreich treu bleiben: „Wer sein Land liebt, beschützt es. Genau das mache ich.“

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