Ende des Booms

Immobilienpreise im Ländle haben Decke erreicht

Vorarlberg
21.12.2022 16:25

Die hohe Inflationsrate, steigende Kreditzinsen und die allgemeine Unsicherheit wirken sich auch auf den Vorarlberger Immobilienmarkt aus. Ob der sinkenden Nachfrage werden die Preise im kommenden Jahr wohl stagnieren. 

Nach Jahren des Bau- und Kaufbooms hat sich das Klima auf dem Vorarlberger Immobilienmarkt merklich abgekühlt. Bereits 2021 gab es erste Sättigungstendenzen zu verzeichnen, im laufenden Jahr haben Teuerung und steigende Zinsen Nachfrage und Bautätigkeit noch einmal kräftig eingebremst - das geht unter anderem aus dem Immo-Guide der Sparkassen-Gruppe hervor. „Die aktuelle Situation verunsichert auch in Vorarlberg. Im Umfeld gestiegener Lebenshaltungskosten verschiebt man die Realisierung so mancher Immobilienträume erst einmal auf später und wartet lieber ab“, berichten die Geschäftsführer von Sparkassen REAL Vorarlberg, Dominik Brunauer und Christian Hagspiel.

Christian Hagspiel (li.) und Dominik Brunauer, die beiden s REAL Vorarlberg-Geschäftsführer. (Bild: Weissengruber & Partner Fotografie OG | Bregenz)
Christian Hagspiel (li.) und Dominik Brunauer, die beiden s REAL Vorarlberg-Geschäftsführer.

Vorarlberg entgegen dem Bundestrend
Auffallend ist, dass die Entwicklung in Vorarlberg anders verläuft wie im übrigen Bundesgebiet. So wurde etwa 2021 laut Statistik Austria in Österreich die höchste Wohnbautätigkeit seit Beginn der 1980er-Jahre verzeichnet - insgesamt sind rund 71.200 Wohnungen neu errichtet worden. In Vorarlberg hingegen wird seit Ausbruch der Pandemie schon im zweiten Jahr in Folge deutlich weniger Wohnraum als zuvor errichtet. Als Gründe dafür werden Lieferkettenprobleme, gestiegene Rohstoffpreise sowie der Fachkräftemangel angeführt. „Noch vor Kurzem fand deshalb so gut wie jedes neu angebotene Objekt sehr schnell einen Käufer. Nun dauert die Suche nach neuen Eigentümern merklich länger. Auch der Interessentenkreis ist nicht mehr so groß. Auf den Preis schlägt sich das allerdings noch nicht nieder“, so Brunauer.

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Noch vor Kurzem fand deshalb so gut wie jedes neu angebotene Objekt sehr schnell einen Käufer. Nun dauert die Suche nach neuen Eigentümern merklich länger. Auch der Interessentenkreis ist nicht mehr so groß. Auf den Preis schlägt sich das allerdings noch nicht nieder.

Dominik Brunauer, Sparkassen REAL Vorarlberg

Nachfrage nach Mietwohnungen steigt
Während die Preise für Eigentum zumindest 2023 ob der schrumpfenden Nachfrage stagnieren dürften, wird der Bedarf nach Mietwohnungen wohl steigen, zumal die Bevölkerung in Vorarlberg nach wie vor wächst. „Noch verhindert das einigermaßen große Angebot an Mietwohnungen eine starke Preissteigerung in diesem Segment. Wie lange jedoch die Mietpreise dem zunehmenden Nachfragedruck standhalten können, bleibt abzuwarten.“

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