Eingriffe abgesagt

Bis zu 60 Wochen Wartezeit für Hüft-Operationen

Oberösterreich
13.12.2022 09:30

Corona und Personalmangel wirken sich in Spitälern teils dramatisch aus, wie eine aktuelle Anfragebeantwortung zeigt: Im Salzkammergut Klinikum kommt es zu langen Wartezeiten, Hunderte geplante Eingriffe mussten abgesagt werden. 

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie sind die heimischen Krankenhäuser schwer gefordert. Für die drei Standorte des Salzkammergut Klinikums – Vöcklabruck, Gmunden und Bad Ischl – liegen jetzt Zahlen vor, die das verdeutlichen.

In andere Spitäler ausweichen
In der Beantwortung einer Landtagsanfrage der Neos räumt Gesundheitsreferentin Christine Haberlander (ÖVP) ein, dass sich etwa die Wartezeiten auf Hüft-OPs im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit verschlechtert haben. In Bad Ischl wartet man jetzt neun statt sechs Wochen im Jahr 2019, in Vöcklabruck 16 statt zehn – und in Gmunden satte 60 statt 40 Wochen. „In Oberösterreich besteht freie Arztwahl“, führt Haberlander aus. Das heißt, wer nicht so lange warten möchte, könne auf andere Spitäler ausweichen.

Jede fünfte OP abgesagt
Nicht nur Hüft-OPs, auch viele andere Eingriffe mussten zuletzt im Salzkammergut Klinikum verschoben werden. In Bad Ischl wurde etwa zwischen Oktober 2021 und Oktober 2022 mehr als jede fünfte geplante OP (532 von 2546) abgesagt. Aber, so Haberlander in ihrer Beantwortung: „Verschiebungen einzelner großer Operationen mit Intensivbedarf waren maximal tageweise zu verzeichnen.“

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