16.08.2011 21:37 |

Giftgas-Pläne

Anschlag auf Weltjugendtags-Gegner vereitelt

Die spanische Polizei hat am Dienstag einen Anschlag auf einen für Mittwoch geplanten Protestmarsch gegen den Besuch des Papstes beim katholischen Weltjugendtag vereitelt. Ein junger Mann wurde verhaftet, weil er bei dem angekündigten Protestmarsch chemische Substanzen und Giftgase auf die Papstgegner werfen wollte. Die Polizei kam dem geburtigen Mexikaner über seine Suche nach Komplizen im Internet auf die Schliche.

In der Wohnung des 24-jährigen Chemiestudenten wurden der Laptop sowie Anleitungen zum Bauen von Gas- und Chemiebomben gefunden.

Rund 140 atheistische, laizistische und christlich-progressive Kirchenbewegungen haben für Mittwochabend zu einem Protestmarsch durch die Madrider Innenstadt aufgerufen. Der Protest richtet sich weniger gegen die Katholiken und den Papst, als vielmehr gegen die angeblich hohen Kosten von bis zu 50 Millionen Euro, die den spanischen Steuerzahlern ausgerechnet während der Wirtschaftskrise und einer Arbeitslosenquote von 21 Prozent durch die Ausrichtung des katholischen Weltjugendtags entstehen, zu dem am Donnerstag auch Papst Benedikt XVI. erwartet wird.

Zu der Abschlussmesse auf dem Madrider Flughafen Cuatro Vientos werden am Wochenende mehr als eine Millionen Gläubige erwartet. Am Dienstagabend eröffnete Madrids Erzbischof Antonio Maria Rouco Varela auf dem zentralen Cibeles-Platz vor über 400.000 Teilnehmern den Weltjugendtag. Auch 2.500 Jugendliche aus Österreich sind zum Glaubensfest in die spanische Hauptstadt gereist.

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