Nachdem Lobautunnel und Nordostumfahrung wegen der umstrittenen Entscheidung von Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) auf Eis liegen, errichtet die Stadt Wien die Anschlussstelle West jetzt selbst. Bezahlen soll diese aber die Asfinag.
Die Stadtstraße im Nordosten Wiens ist das wichtigste Verkehrsprojekt der vergangenen Jahre. Bis 2038 sollen alleine in der Donaustadt etwa 220.000 Menschen wohnen - immerhin rund 25.000 mehr als heute.
Doch neben dem umstrittenen Lobautunnel hat Verkehrsministerin Gewessler auch den Bau der Nordostumfahrung vor einem Jahr auf Eis gelegt. Auch die von der Asfinag zu errichtenden Projekte Spange S1 und die Anschlussstelle West verzögern sich dadurch.
Der Stadt Wien reicht es jetzt. Sie baut die Anschlussstelle West einfach selbst.
Damit ist die Voraussetzung geschaffen, die Errichtung dieser dringend nötigen Anschlussstelle nun aufgrund der Dringlichkeit - auf Kosten der Asfinag - durch die Stadt Wien umzusetzen, da die Asfinag aus eingangs erwähnten Gründen ihre Bauprojekte - also auch die Anschlussstelle West - auf Eis gelegt hat.
Thomas Keller, Abteilungsleiter der MA 28
Die voraussichtliche Gesamtsumme für Planung, Grundstückablösen und Bau beläuft sich auf rund 70,5 Millionen Euro. Momentan wird mit der Asfinag jedenfalls schon eifrig verhandelt.
Die Causa steht auch im nächsten Mobilitätsausschuss am 6. Dezember auf der Tagesordnung.
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