In den Räumlichkeiten der Volksschule Zirl zeigen Modellbauer am Wochenende ihre Schmuckstücke. Die Detailverliebtheit ist enorm. Zu bestaunen gibt es für große und kleine Zug-Enthusiasten viel.
Egal, ob kleine Eisenbahnfans oder schon etwas in die Jahre gekommene Nostalgiker von heimischen und internationalen Zügen: Jeder, der den Dachboden der Volksschule in Zirl betritt, macht wahrlich große Augen. Denn auf rund 160 Quadratmetern lebt der Kindheitstraum von so manchem Bastelfreak. Fast ein Kilometer Gleise, über ein Dutzend Bahnhöfe, zahlreiche Weichen und ein ferngesteuertes Autostraßen-System gibt es dort zu bewundern. Bis ins kleinste Detail haben Mitglieder vom Modelleisenbahnklub Zirl mit viel Herzblut die große Welt der Züge im Maßstab 1:87 nachgebaut.
50 Mitglieder tüfteln an imposanter Klubanlage
„Die Anfänge der Vereinstätigkeit reichen bis ins Jahr 1980 zurück. 1985 wurde dann der MEK Zirl gegründet“, erinnert sich Ernst Wallnöfer. Laut dem Mitglied der ersten Stunde suchte man lange vergeblich nach einer geeigneten Lokalität, ehe man einige Jahre später mit dem Schul-Dachboden wahrlich ein „Vereinsparadies“ finden konnte. „Dort haben alle Interessierte jeden Mittwochabend die Möglichkeit, sich in der Gemeinschaft mit dem gemeinsamen Hobby, der Modelleisenbahn, zu beschäftigen“, betont Wallnöfer. Dabei wird von den derzeit rund 50 Mitgliedern ständig an der imposanten Klubanlage herumgetüftelt – neue Abschnitte dazu gebaut oder alte auf Hochglanz gebracht.
Bereits 1992, als wir mit dem Bau der Anlage begonnen haben, haben wir uns für eine Steuerung per Computer entschieden.
Ernst Wallnöfer, Mitglied der ersten Stunde
„Bereits 1992, als wir mit dem Bau der Anlage begonnen haben, haben wir uns für eine Steuerung per Computer entschieden“, erklärt Wallnöfer. „Zu Beginn hatten wir einen gebrauchten ,Schneider’-Computer mit 132 kB Speicher. Ein PC für den Privat-Gebrauch war damals ja unerschwinglich“, lacht der Eisenbahn-Fan.
Öffentliche Präsentation mit viel zum Bestaunen
Neben der Liebe zu den kleinen Zügen baut Wallnöfer in seiner Innsbrucker Werkstatt mit seinem Gesinnungsgenossen Helmut Jarosch seit 30 Jahren und oft über 40 Stunden pro Woche auch Loks in Dimensionen von 5 bzw. 7 Zoll. Diese Schmuckstücke sind Samstag und Sonntag (10 bis 17 Uhr) bei den „Öffentlichen Fahrtagen“ des MEK Zirl im Turnsaal der Volksschule zu sehen. Dabei kann man natürlich am Dachboden auch die Klubanlage bestaunen. Eintritt: Freiwillige Spende!
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