Asyl-Problematik

„Um Frauen ist ein G’riss, Männer bleiben über“

Oberösterreich
17.11.2022 06:00

In 190 Quartieren leben in Oberösterreich derzeit 5522 Asylwerber. Einige von ihnen kommen aus Bundeslagern einfach nicht heraus, weil sie niemand will. Und der Widerstand gegen neue oder große Heime wächst.

Wir werden am Samstag wieder auf die Straße gehen“ – in Ried in der Riedmark wird der Widerstand gegen ein Asylquartier im alten Gasthaus „Conrads“ andauern. Wie berichtet, hatten am Dienstag rund 130 Mühlviertler gegen diese Unterkunft „in der Einschicht“, aber dafür direkt neben einer Volksschule, protestiert.

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Auch in Frankenburg muss es zur Entlastung kommen. Das Land wird bis Jahresende weitere Quartiere schaffen.

Wolfgang Hattmannsdorfer, Integrationslandesrat

Nur Männer eingezogen
Ganz überraschend soll es nicht gewesen sein, dass hier ein Quartier entsteht. Schon im Juli gab es eine Vorinformation, dann im Oktober eine durch die Betreiber und am 24. Oktober waren Bezirksvertretung und Rotes Kreuz beim Gemeindevorstand, es soll ein Angebot eines Infoabends gegeben haben. Am 8. November erhielt dann der Bürgermeister die offizielle Mitteilung vom Integrationsressort des Landes, dass 25 Personen einziehen. Alles Männer.

Hier liegt das Problem
Die Bundesländer können sich aussuchen, welche Asylwerber sie aus dem Bundes-Pool haben wollen. „Um die wenigen Frauen und Kinder ist ein G’riss“, heißt es - die Männer muss man eben nehmen. So passiert es, dass wie im Bundesquartier in Frankenburg ein „ungeliebter“ Asylwerber vier Monate festsitzt.

Bekanntlich leben in der Halle hier rund 300 Asylwerber, insgesamt sind in Oberösterreich derzeit auf 182 Landes- und acht Bundesquartiere 5522 Migranten verteilt.

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