Abwerbeversuche

Interview: „Die gehen wollen, die werden gehen.“

Salzburg
16.11.2022 22:00

Gesperrte Betten in den Landeskliniken sind keine Seltenheit - Personal fehlt. Das Problem könnte größer werden: Wien wildert in Salzburg.

Sabine Gabath ist diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin und Betriebsrätin in den Salzburger Landeskliniken (SALK).

Frau Gabath, wie erklären Sie sich die Personalsuche des Wiener Gesundheitsverbundes in Salzburg?

Es ist recht einfach: Alle Pflegeeinrichtungen suchen händeringend nach Personal. Das ist leider ein globales Phänomen.

Wer reagiert ihrer Ansicht nach auf die Kampagne?

Ich glaube nicht, dass sich dadurch viele angesprochen fühlen. Diejenigen, die nach Wien gehen wollen, die werden gehen. Das hängt aber nicht unbedingt mit der Ausbildung oder dem Beruf zusammen. Das gilt aber auch umgekehrt für die Stadt Salzburg.

Geburtenschwache Jahrgänge und Probleme in der Ausbildung – sind das die einzigen Probleme?

Wenn ich über die Pflege sage, es ist herausfordernd, geht keiner in den Beruf. Wir müssen uns bewusst werden, dass wir einen anstrengenden, aber reizvollen, vielleicht den coolsten Job überhaupt haben. Wir wissen aber auch, dass wir gerade eine Durststrecke durchmachen.

Was muss sich ändern, damit der Job ein für alle Mal attraktiver wird?

Das Um und Auf ist eine Verringerung der Arbeitszeit in der Pflege. Bei 39,5 Stunden pro Woche, Schicht- und vielen Nachtdiensten ist der Beruf körperlich auf Dauer schlicht zu anstrengend.

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