Stadtautobahn

80er leuchtet jetzt nur noch bei Behinderungen

Salzburg
15.11.2022 10:00
IG-L-80 hat nun auf der A1 ausgedient. Die EU-Grenzwerte zur Luftqualität werden seit Jahren eingehalten.

Viele Salzburger Autofahrer haben sich den Moment sieben Jahre lang herbeigewünscht: Der Luft-80er auf der Stadtautobahn ist Geschichte. Noch am Montagvormittag war dieser geschalten, aber schon vor zwölf Uhr leuchtete der 100er auf den Überkopfwegweisern auf. Der Unterschied der beiden Beschränkungen war beim „Krone“-Lokalaugenschein direkt spürbar, denn die Abstände zwischen den Fahrzeugen waren bei höherer Geschwindigkeit deutlich größer als noch am Vormittag. Das erhöht das subjektive Sicherheitsempfinden der Verkehrsteilnehmer und könnte auch bald gemessen werden. Denn nach der Einführung der flexiblen 80er-Beschränkung im Jahr 2015 stieg die Unfallanzahl deutlich an. Auch Verletzte gab es im ersten Jahr doppelt so viele.

Beschränkungen wird es künftig dennoch geben, etwa bei Nebel oder Stau. Mit dem Ende des Luft-80er ist aber auch eine Einnahmequelle des Landes verschwunden. Denn die Strafen aus den IG-Luft-Beschränkungen fließen direkt in die Kassen des Landes. Normale Radarstrafen gehen hingegen zum Bund. In sieben Jahren hat Salzburg so immerhin 22 Millionen Euro für den Klimaschutz eingenommen. Das Klima-Budget soll nun aber nicht reduziert werden. Auf der Tauernautobahn wird der IG-L weiterhin aufleuchten, zumindest noch für ein Jahr.

Interessant: Laut dem Verkehrsclub Österreich ging der Verkehr auf der A1 in Salzburg im dritten Quartal, verglichen mit dem Jahr 2021, deutlich zurück. Auf der A10 gab es hingegen einen Anstieg.

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