14.11.2022 12:56

Migrationskrise:

„Eigentlich müsste sich Nehammer zu Wort melden“

Ibiza und Co. scheinen vergessen zu sein. Gut drei Jahre nach dem Skandal liegt die FPÖ in Umfragen auf Platz eins. Vor allem die brandaktuelle Migrationskrise scheint der FPÖ und ihrem Parteichef Herbert Kickl neue Höhenflüge zu bescheren, während die ÖVP im Krisenmodus steckt.

„Man sieht natürlich, dass der ÖVP die Fälle davonschwimmen“, sagt Politikjournalist der „Krone“, Erich Vogl, im Krone-Live-Talk mit Jana Pasching. Unter Sebastian Kurz sei man geschickter vorgegangen. „Eigentlich müsste Kanzler Karl Nehammer auf den Plan treten, stattdessen überlässt er das Feld dem Innenminister.“ Die FPÖ sei beim Migrationsthema führend: „Kickl ist der Schmied und nicht der Schmiedl.“ Die FPÖ spiele ihre Narrative geschickt aus.

Alles, was mit Zuwanderung zu tun habe, spiele der FPÖ derzeit in die Karten. Seit Kurzem hat man sogar die SPÖ überholt, die lange Zeit mit 30 Prozent weit vorne lag. „Die SPÖ hat das Problem, dass sie keine klare Linie bei Asylfragen hat“, so Vogl. Man habe den Kurs von Hans Peter Doskozil im Burgenland, der eher restriktiv ist, und dann habe man die Wiener, die wieder einen anderen Zugang haben und nicht genau wissen, in welche Richtung es gehe.

Auch die Chats rund um die Chefredakteure der „Presse“ und des ORF sorgten in den letzten Tagen für Wirbel. Vor allem, was den ORF betrifft, scheinen angesichts der Chat-Affäre jetzt neue Debatten entfacht worden zu sein. Die Redaktion fordert eine Entpolitisierung Senders. Derartige Vorfälle seien beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk umso schwerwiegender, weil es um Steuergelder geht, sagt Vogl. Man müsse diese Vorfälle nun aufarbeiten.

Das ganze Interview mit Erich Vogl sehen Sie im Video oben.

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