Nach dem „Watschn-Eklat“ bei einem Fußball-Nachwuchsspiel in Gmunden fordert Schiri-Sprecher Almir Barucic mehr Schutz für die Schiedsrichter und harte Strafen bis hin zu Platzverboten für extreme Fan-Vergehen. Dass diese speziell im Unterhaus nur schwer umzusetzen sind, weiß man auch beim OÖ-Fußballverband, der stattdessen kostenlose Workshops zur Gewaltpräventation anbietet. Und darüber hinaus in den nächsten Monaten den Fokus auf familienfreundliche Fußballplätze setzt. Mit einem erhöhten Zulauf von Frauen und Kindern sollen Fußballplätze zu einem positiven Ort für Jedermann werden und Pöbeleien und Gewalt verdrängt werden.
Wir müssen handeln, die Schiedsrichter dürfen kein Freiwild sein„, forderte OÖ-Schiri-Sprecher Almir Barucic nach dem “Watschen-Eklat„ bei der Nachwuchspartie, die das Fass zum Überlaufen brachte. Wöchentlich erhalte er verzweifelte Anrufe von Referees, die in Konflikte mit Spielern, Funktionären und Fans geraten. “Die Klubs müssen rigoros in die Verantwortung genommen werden. Für extreme Fans fordere ich auch im Unterhaus Platzverbot„, so Barucic. Doch sind Platzverbote im Unterhaus stemmbar? “Es gibt eine Stadionverbotsliste, die bundesweit auf jedem Platz gilt„, verrät OÖFV-Direktor Raphael Oberndorfinger.
Workshops gegen Gewalt
Eine praktische Umsetzung sei aber schwer möglich, vielmehr „sollen sich die Klubs emotional zuständig fühlen und auf ihre Fans einwirken!“ Eine allgemeine Lösung, die den Skandalen Einkehr macht, gibt es nicht. Der Fußballverband bietet aber kostenlose Workshops für Gewaltprävention an. Dazu soll der Fokus in den nächsten Monaten auf familienfreundliche Plätze gelegt, mehr Kinder und Frauen angelockt werden. Oberndorfinger: „Vielleicht gelingt so eine Selbstregulierung.“









Kommentare
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).