Polizeichef in Seoul:

„Haben nicht ausreichend auf Notrufe reagiert“

Ausland
01.11.2022 13:09

Nach der Massenpanik mit mehr als 150 Toten in Seoul hat Südkoreas Polizeichef Fehler seiner Behörde eingeräumt. Am Samstag seien mehrere Notrufe eingegangen, die auf potenzielle Gefahren hingedeutet hätten. Auf diese sei aber nicht ausreichend reagiert worden.

„Ich fühle eine schwere Verantwortung als Leiter einer der zuständigen Behörden“, sagte Südkoreas Polizeichef Yoon Hee Keun am Dienstag. Er wolle nun dafür sorgen, dass gründlich untersucht werde, was falsch gelaufen sei. Dazu werde ein unabhängiges Untersuchungsgremium innerhalb der Polizeibehörde geschaffen.

Ob die Katastrophe aus seiner Sicht durch frühere polizeiliche Maßnahmen hätte verhindert werden können, sagte Yoon nicht. Die Antwort auf die eingegangenen Notrufe am Samstag sei jedoch „unzureichend“ gewesen.

Unorganisierte Halloween-Feiern
An diesem Abend kamen zehntausende Menschen dichtgedrängt zu unorganisierten Halloween-Feiern im beliebten Ausgehviertel Itaewon zusammen. Im extremen Gedränge in einer schmalen und abschüssigen Seitengasse wurden zahlreiche Menschen eingeklemmt. Viele stürzten bei den ersten Halloween-Feiern seit Beginn der Corona-Pandemie 2020 zu Boden, erstickten, wurden zerquetscht oder totgetreten.

Laut Innenministerium kamen mindestens 156 Menschen ums Leben. Unter den Todesopfern waren auch 26 Ausländerinnen und Ausländer, darunter ein Urlauber aus Österreich. Mindestens 151 weitere Menschen wurden verletzt, bei 29 ist der Zustand noch kritisch.

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