Vater und Sohn sollen 77-jährige Nachbarin um 25.000 Euro erleichtert haben. Der Fall landete am Montag vor Gericht.
Eine besonders gute Beziehung pflegte eine 77-jährige Pensionistin aus dem Bezirk Klagenfurt-Land mit ihrem Nachbarn und dessen jugendlichen Sohn. Doch im April wendete sich das Blatt, als die 77-Jährige mit dem Mann zur Bank ging und 25.000 Euro behob. „Er redete mir ein, dass mein Stiefsohn an mein Geld will“, sagt die Pensionisten am Montag zu Richter Michael Schofnegger. Anschließend soll der Kärntner, für den die Unschuldsvermutung gilt, das Geld sicher verwart haben – davon fehlt bis dato jede Spur.
Hauptangeklagter nicht erschienen
Zu Prozessbeginn gab es einen herben Rückschlag. Denn der Hauptangeklagte war aufgrund eines Unfalls nicht erschienen. Richter Schofnegger versuchte trotzdem, Klarheit in den Fall zu bringen und befragte dessen Sohn und Zweitangeklagten sowie mehrere Zeugen. „Ich habe mit dem Geld nichts zu tun, daher bekenne ich mich nicht schuldig“, beteuerte der Jugendliche, auch für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
Mein Nachbar redete mir ein, dass mein Stiefsohn an mein Geld will. Aber normal verstehen wir uns ja gut.
Das Opfer zu Richter Schofnegger
Prozess wird fortgesetzt
Bis der Vater des jungen Mannes auf der Anklagebank Platz nehmen kann, wird es noch dauern. Der nächste Verhandlungstermin soll Ende November stattfinden.
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