Großes Interesse

Erster schwul-lesbischer Kindergarten in Berlin

Ausland
01.10.2022 13:26

In Berlin soll Anfang des nächsten Jahres erstmals ein schwul-lesbischer Kindergarten eröffnet werden. Dem Betreiber zufolge sind bereits 60 Kinder von ihren Eltern angemeldet worden, denen dort vorgelebt werden soll, wie es ist, schwul oder lesbisch zu sein.

Wie die „Bild“ berichtet, entsteht in Berlin-Schöneberg im Gebäude der Schwulenberatung ein Mehrgenerationenhaus für homo-, bi-, trans- und intersexuelle Menschen mit einer Beratungsstelle, Pflegeplätze und einer Kindertagesstätte, wie Kindergärten in Deutschland genannt werden.

Großes Interesse
Das Interesse sei groß und es gebe für die 93 Plätze bereits 60 Voranmeldungen. Die Kinder kämen aus Regenbogenfamilien und Familien, die in der Nähe wohnen und einen Kita-Platz benötigen. Diesen Kindern solle vorgelebt werden, wie es ist, schwul, lesbisch, transgender oder intersexuell zu sein.

Die Kindergartenkinder müssten freilich noch nicht wissen, ob sie schwul, heterosexuell oder lesbisch seien. Alle Kinder seien willkommen. Falls sie später nicht heterosexuell sind, soll es diesen Kleinen dann leichter fallen, sich zu outen, heißt es in dem Bericht.

Prinz heiratet Prinzen
Geschäftführer Marcel de Groot erklärt den pädagogischen Ansatz des Kindergartens ganz simpel: „Dann gibt es zum Beispiel zehn gewöhnliche Kinderbücher und eben drei, in denen der Prinz einen Prinzen heiratet.“

Und weiter: „An sich ist unser Konzept aber genauso, wie bei anderen Kitas. Die LSBTI*-Lebensweise soll einfach etwas sichtbarer sein.“

Was bedeutet LSBTI*?

LSBTI* ist die deutsche Variante von LGBTI* (lesbian, gay, bi, trans, inter) und steht für lesbisch, schwul, bi-, trans- oder intersexuell. Das Sternchen am Ende soll sämtliche weiteren Geschlechtsidentitäten markieren.

Ungereimtheiten um den Vorstand
Für Empörung sorgt indes, dass im Vorstand der Schwulenberatung ausgerechnet der deutsche Pädophilie-Verfechter Rüdiger Lautmann sitzt. Der 86-Jährige veröffentlichte 1994 Buch „Die Lust am Kind. Portrait des Pädophilen“, in dem er versucht, pädophile Täter zu verstehen. Die Behörden in Berlin erklärten, dass man sich die Organisation ansehen werden. 

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