„Aus seinem schillernden Leben könnte man eine spannende Netflix-Serie machen“: Nicht nur Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer zeigte sich beim Vorab-Ausstellungsrundgang im Lentos beeindruckt vom Lebenslauf des oberösterreichischen Universalkünstlers Herbert Bayer.
Wenn man sich das bunte Schaffen von Herbert Bayer, gebürtig aus Haag am Hausruck, ansieht, fragt man sich, was er eigentlich nicht gemacht hat: Er war Bauhaus-Lehrender, Chefdesigner am Museum of Modern Art in New York, designte erst für die Nazis Plakate und Kataloge, nachdem sie ihn als entartet fallen ließen stattdessen Kriegspropaganda für die USA, entwickelte den mondänen Skiort Aspen maßgeblich mit, betätigte sich als Landschaftsarchitekt und schuf ganz nebenbei Ikonen der Fotografie.
All dem will eine neue Schau im Linzer Lentos gerecht werden, und dazu noch den interessanten Frauen im Leben des Künstlers: „Wir wollten Bayer in sein persönliches Umfeld einbinden“, so Lentos-Chefin Hemma Schmutz. Daher lautet der Titel der Ausstellung „Herbert & Joella Bayer. Gemeinsam für die Kunst“, auch wenn Joella dennoch eine Fußnote in der abwechslungsreichen Präsentation bleibt, die von Sabine Nowak-Thaller top kuratiert wurde. Die Leiterin der Gemäldesammlung ist Bayer-Expertin und ergatterte auch viele noch nie in Europa gezeigte Fotos aus Aspen, wo der 1985 verstorbene Universalkünstler bestattet ist.
Besondere Ausstellungsarchitektur
Ganz besonders gelungen ist die Ausstellungsarchitektur von Nicole Six und Paul Petritsch, die viele Blickfänge bietet und auch einen interaktiven Bereich für Besucher zur Verfügung stellt, der hoffentlich gleich am Samstag bei der „Langen Nacht der Museen“ ordentlich genutzt werden wird.
Bis 8. Jänner; Symposium zu Herbert Bayer am 7. Oktober, alle Infos auf www.lentos.at










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