Am Freitag wird „Mister Judo“ Franz Haugeneder 81 Jaher alt! Womit der Mann erstmals leise an Abschied denkt, der den UJZ Mühlviertel als einstiger Gründer und jetziger Präsident bzw. Obmann in ein Reich verwandelt hat, das rund 50 km lang und 30 km breit ist. Womit dieser Sportverein zumindest geografisch ein in Österreich einzigartig ist . . .
Sein heimlicher Wunsch zu seinem kommenden Ehrentag?
Dass sich ein Nachfolger für das finden möge, was er in einem halben Jahrhundert geschaffen hat. „Jeder fragt sich bei uns, wie es weitergehen soll“, meint Franz Haugeneder, „aber ich kann da nicht helfen, weil dann könnte ich es ja selbst weitermachen. Doch ich werd’ am Freitag 81 – und auch wenn ich körperlich und geistig fit bin, muss irgendwann Schluss sein.“
Wobei „irgendwann“ im kommenden Jahr sein wird, wie Haugeneder nun der „Krone“ verraten hat. Der im 2000-Seelen-Dorf Niederwaldkirchen alles war:
Judo im Regelunterricht am Stundenplan
Bei einem Verein, der vor allem dank Schulkooperationen - in Niederwaldkirchen steht Judo etwa im Regelunterricht am Stundenplan - 18 Standorte umfasst. Die von Ulrichsberg bis Linz-Urfahr reichen und von Oberkappel bis Helfenberg. „Obwohl ich auch sechs Jahre Präsident des österreichischen Verbandes war, hatte ich aber nie Stress“, behauptet Haugeneder, der selbst noch nie auch nur trainingsmäßig auf einer Judomatte stand. „Sport mach’ ich nur daheim“, sagt der Mann, der täglich um 3.30 Uhr aufsteht. Um Gymnastik zu machen.
„Die hält mich fit“, betont er, der auch noch für die Auswahl der Legionäre mitverantwortlich ist, dank denen heuer der zwölfte Mannschaftsbundesligatitel her soll. „Den müssen wir holen“, fordert Haugeneder, dessen Sternstunde 1984 Olympia-Bronze von Pepi Reiter war.
Obwohl ich auch sechs Jahre Präsident des österreichischen Verbandes war, hatte ich aber nie Stress.
UJZ-Mühlviertel-Präsident Franz Haugeneder
Olympia-Bronze von 1984 glänzt bis heute wie Gold
Eine Medaille, die für Haugeneder weiter wie Gold glänzt: „Weil wir ohne die unsere Sporthalle nie erhalten hätten.“ Die für ihn das Wichtigste war und ist. Für das UJZ ist es nun eher aber die Frage, wie es denn nach Haugeneder weitergehen soll?










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