Anruf bei Gericht

Vorbestrafter drohte: „Bringe Euch alle um!“

Burgenland
23.09.2022 15:04
Porträt von Burgenland-Krone
Von Burgenland-Krone

Ein amtsbekannter Burgenländer drohte damit, mehrere Mitarbeiter des Landesgerichts umzubringen. Deshalb musste er auf der Anklagebank Platz nehmen.

Kein unbeschriebenes Blatt war jener 53-Jährige, der nun in Eisenstadt auf der Anklagebank Platz nehmen musste. Denn Johann R. fühlte sich von jemandem, dem er Geld schuldet, bedroht. Deshalb wollte er eine Rechtsauskunft und rief beim Landesgericht an, um einen Richter zu sprechen.

Wollte Sachwalter verletzen
Doch einen solchen erreichte er nicht. Da drehte der Mann durch: „Ich will sofort zu einem Richter verbunden werden, sonst bringe ich alle um!“, drohte er dem Telefonisten am anderen Ende der Leitung. Zudem erklärte R. bei dieser Gelegenheit, er werde auch seinem Sachwalter die Finger brechen. Das freilich war zu viel des „Guten“.

Einsicht und Reue
Es folgte eine Anzeige, die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen Nötigung und gefährlicher Drohung. Gegenüber Richterin Karin Lückl zeigte sich der Beschuldigte geständig: „Ich war blöd, es tut mir leid. Ich kann’s aber nicht ungeschehen machen.“

Angesichts der Vorstrafen verurteilte Frau Rat den Angeklagten zu drei Monaten unbedingt. Zudem widerrief sie weitere drei Monate einer noch offenen Bewährungsstrafe. Der Angeklagte nahm das Urteil an und wird versuchen, eine Fußfessel zu beantragen.

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