Corona, Krieg und Teuerungswelle sorgen für Existenzängste. Beratungsstellen verzeichnen derzeit einen starken Anstieg an Anfragen, nicht nur von sozial schwachen Menschen.
Wir haben heuer schon 2500 Beratungen von Eltern mit Kindern gehabt. Davon allein 300 von Familien mit Kindern unter drei Jahre. Das ist schon sehr ungewöhnlich“, sagt Michaela Haunold. Die Abteilungsleiterin für Beratung und Hilfe bei der Caritas weiß, dass es viele Familien in Oberösterreich derzeit sehr schwer haben. „Nach Corona sind bei vielen Menschen die Ersparnisse aufgebraucht und gleichzeitig steigen gerade die Belastungen. Viele sind verzweifelt “, sagt Haunold.
Existenzängte bei Eltern
Eine ähnliche Erfahrung macht man gerade bei der Kinder- und Jugendhilfe des Landes. „Es sind vor allem junge Familien die sich an uns wenden, weil sie gerade akute Existenzängste haben. Corona, der Krieg und die Teuerungen machen vielen Menschen Angst“, bestätigt Theresia Schlöglmann, Leiterin der Kinder- und Jugendhilfe des Landes Oberösterreich im Gespräch mit der „Krone“.
In der Mitte angekommen
Es ist aber nicht nur die Menge an Beratungen, die den Expertinnen zu denken gibt, sondern auch die Tatsache, dass ein völlig neues Klientel zu den Beratungen kommt. „Uns erzählen Menschen, dass sie noch vor einem halben Jahr eine Spende für die Caritas gemacht haben und jetzt müssen sie unser Beratungsangebot in Anspruch nehmen“, erzählt Michaela Haunold. Waren sie früher vor allem Personen aus sozial schwachen Verhältnissen, so sind es nun Menschen die einer geregelten Arbeit nachgehen und Geld verdienen. „Viele haben ein Haus gebaut, haben knapp kalkuliert und weil jetzt alles teurer wird, geht es sich nicht mehr aus“, so Haunold.










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