Über die Grenze nach Bayern jagten Schärdinger Polizisten einem Kastenwagen nach - und der Verdacht bestätigte sich: Darin saßen geschleppte Personen, auch Kinder, die ärztliche Hilfe brauchten.
Der Schärdinger Streife fiel am Freitag gegen 5.30 Uhr früh im Stadtgebiet ein Kleintransporter auf, dessen Lenker aber nicht ahalten wollte. Im Gegenteil: Er gab Gas, als er das Blaulicht sah und das Folgetonhorn hörte. Sein Ziel: Bayern. Er raste entlang der Innbruckstraße Richtung Neuhaus am Inn (D) und über die Alte Innbrücke Richtung Pocking.
Die Innviertler Beamten ließen nicht locker, verfolgten den Wagen bis Niederindling bei Pocking, wo sie ihn stoppten. Bei der Durchsuchung des Fahrzeuges konnten die Polizisten sieben erwachsene Personen im Alter zwischen 30 und 36 Jahre sowie drei Kinder (5, 9 und 11 Jahre alt), allesamt türkische Staatsbürger, im hinteren Teil des Fahrzeuges vorfinden. Den Beamten wurde übel, als sie ins Wageninnere sahen: Die sanitären Zustände waren verheerend, einige Insassen hatten sich offenbar auch schon übergeben müssen, es wurde aber nie sauber gemacht. Daraufhin wurden der 22-jährige deutsche Autolenker sowie dessen 37-jähriger Beifahrer aus der Türkei aufgrund des Verdachts der Schlepperei vorläufig festgenommen.
Unmittelbar nach der Festnahme trafen mehrere Streifen der deutschen Polizei am Anhalteort ein und übernahmen den Einsatz. Die geschleppten Personen mussten vor Ort vom Deutschen Roten Kreuz erstversorgt werden.










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