Es war nur eine Frage der Zeit: Jetzt wird bei uns „gegen die hohen Preise“ demonstriert. Gegen wen? Ja, Sie haben schon richtig gelesen: Gegen die hohen Preise geht es. Na, die werden sich jetzt gleich unheimlich fürchten. Ist ja ein großartiger Gedanke: Da heben sich auf den Straßen ein paar Fäuste - und flugs, schon verschwinden diese bösen hohen Preise.
Im Ernst: Wenn das so einfach wäre! Selbstverständlich sind die gestiegenen Preise für viele Menschen ein Problem, das wird auch nicht so schnell verschwinden wie ein flüchtendes Gespenst. Die Inflation ist nicht nur bei uns ein ungebetener Gast, selbst in den USA ist sie noch höher als bei uns.
Viel niedriger ist die Inflation hingegen in der Schweiz. Dort beträgt sie 3,5 Prozent (und nicht 9,3 Prozent wie bei uns) - und der dortige Finanzminister hat ganz anders als in Österreich auf die jüngste Entwicklung reagiert.
Während man bei uns versucht, alle Betroffenen irgendwie mit Geldgeschenken und guten Gaben ruhigzustellen, meinte Finanzminister Ueli Maurer glasklar: „Wir haben nicht Gelder für alle.“ Mit diesem Satz schmetterte er zahlreiche Sonderwünsche für diverse Gruppierungen (bis hin zum Aussetzen der Mineralölsteuer) ab.
Bis 2030 will er die hohen Ausgaben wegen Corona abbauen, geplant sind dabei weder Sparprogramme noch Steuererhöhungen. Solides Wirtschaften über die vielen Jahre sollte genug sein.
Und wenn das Parlament unbedingt mehr Geld verteilen will, muss es zuerst die Prioritäten klären. Demos hingegen stehen nicht auf seiner Agenda . . .








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