Lehrermangel, deutlich weniger Schulsozialarbeit und ein neuer Verteilungsschlüssel bei den Unterrichtsstunden sorgen zu Beginn des neuen Schuljahres für Kritik an den Zuständigen der Bildungseinrichtungen.
Willkommen zurück in der Schule, heißt es zu Schulbeginn für rund 6700 Lehrer und 54.000 Schüler in Vorarlberg. Nach neun Wochen Ferien hat sich in den Vorarlberger Bildungsstätten allerdings nicht alles zum Besten gewandt. Nach wie vor mangelt es vor allem an Lehrkräften. 14 offene Stellen gab es zu Schulbeginn.
Ihren Unmut darüber äußert einmal mehr NEOS-Chefin Sabine Scheffknecht - und erneuert ihre Kritik an der Bildungsdirektion sowie der zuständigen Landesrätin Barbara Schöbi-Fink. „Zwei kleinere Schulen mussten bereits schließen. Es werden vermutlich nicht die einzigen bleiben“, vermutet Scheffknecht. „Es ist bekannt, wie viele schulpflichtige Kinder es in den nächsten Jahren geben wird. Ebenso lässt sich die Zahl der Pensionierungen durch Geburtsdaten einfach berechnen. Kaum etwas war so lange vorhersehbar wie der Lehrermangel.“
Weitere Kritikpunkte
Ärger herrscht zudem über die von Bildungsminister Martin Polaschek in letzter Minute gestrichenen Schulsozialarbeitsstunden an mittleren und höheren Bildungseinrichtungen. Manuela Auer (SPÖ) echauffiert sich über die neue Berechnung zur Verteilung von Unterrichtsstunden („Kopfquote“). Dies hätte dazu geführt, dass manche Schulen um zusätzliche Fördermaßnahmen umfallen. Ein glücklicher Schulbeginn sieht anders aus...
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