Seit 15 Jahren unterstützt Josef Haubenwallner, der Gründer des Dorfmuseums Mönchhof, das Waisenheim St. Clare in Aber in Uganda.
Rund 150 elternlose Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren haben dort ein neues Zuhause gefunden. Die meisten wuchsen aufgrund prekärer Lebensumstände in größter Armut auf und erlebten Gewalt und Missbrauch durch paramilitärischen Terror. Betrieben wird das Kinderheim vom bayrischen Kapuzinerkloster Altötting und dem Kinderhilfswerk Seraphisches Liebeswerk in Tirol.
„Als Ordensvertreter eines Tages zu Besuch im Dorfmuseum waren, waren sie vom handwerklichen Geschick meines Vaters so begeistert, dass sie ihn fragten, ob er auch den Mitarbeitern in St. Clare beibringen könne, wie man verschiedenste Dinge baut“, erzählt Haubenwallners Tochter Manuela Pasterk, die das Dorfmuseum leitet. Seither reise er jedes Jahr nach Ostafrika und zeige ihnen, wie sie Öfen, Ställe, Tiefziehbrunnen oder Bewässerungsanlagen errichten können.
„Die Waisen nennen meinen Vater ,Papa Beppo‘ und lieben ihn heiß. Nicht nur, weil er immer Süßigkeiten mit im Gepäck hat, sondern weil er sie ohne Worte versteht. Er spricht nämlich kein Englisch und unterhält sich mit Händen und Füßen mit ihnen. Aber es funktioniert!“, lacht Pasterk. Demnächst sollen ein Kindergarten und eine Schule errichtet werden, damit die Waisen vor Ort unterrichtet werden können und nicht mehr Schulen im Umland aufsuchen müssen. Diese Investition sei Gold wert, schließlich sei Bildung der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben, so Pasterk.
Benefizabend im Dorfmuseum
„Um Spenden für das neue Projekt zu sammeln, veranstalten wir am 8. September einen Benefizabend im Dorfmuseum. Musikalisch umrahmt wird die Foto- und Filmpräsentation mit afrikanischen Trommelklängen. Und damit wirklich jeder auf den Geschmack kommt, servieren wir Rolleggs, eine afrikanische Spezialität.“ Den Erlös nehmen Josef Haubenwallner und sein 27-jähriger Enkel Lukas Weiss, der auch bereits Teil des Dorfmuseum-Teams ist, dann bei der nächsten Reise im November mit nach Uganda.









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